Die Französin Célia Gery hat den WM-Titel der U23-Klasse gewonnen. Die 19-Jährige gewann nach 119,3 Kilometern vor der Slowakin Viktória Chladoňová. Bronze gewann die Spanierin Paula Blasi. Linda Riedmann landete auf Rang 10.

Im letzten Anstieg griffen die Französinnen Marion Bunel und Célia Gery an und lösten sich mit Chladoňová. Bunel machte für Gery auf dem letzten Kilometer das Tempo und opferte sich auf. Im Sprint setzte sich Gery dann souverän durch. Bunel wurde noch übersprintet und landete auf Rang fünf.

“ Insgesamt war es ein harter Tag. Die Anstiege sind wir jede Runde echt hart hochgefahren“, sagte Riedmann nach dem Rennen. „Ich bin ein gutes Rennen gefahren, am letzten Anstieg war die Batterie einfach ein bisschen leer“, so Riedmann und zeigte sich mit Rang 10 zufrieden.

Ihre Teamkollegin Justyna Czapla behauptete sich ebenfalls lange in der Spitze und landete auf Rang 16, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen ins Rennen ging und nicht ihren besten Tag hatte. „Die Beine waren nicht schlecht und ich hab das beste draus gemacht. Ich hatte gedacht, dass es mit der Erkältung heute schlechter läuft. Aber insgesamt bin ich nicht mit der WM zufrieden, hatte mir mehr vorgenommen. Schade, dass ich dann krank geworden bin“, so Czapla.

Mit der Mannschaftsleistung zeigte sich das dreiköpfige deutsche Team sehr zufrieden. „Wir sind schon sehr stolz, dass wir gut zusammenfahren sind und und als Team gut präsentieren konnten“, sagte Selma Lantzsch. Das deutsche Trio zeigte sich über weite Strecken vorn im Feld und ging auch Angriffe mit. „Wir sind als Team gut gefahren. Alle immer vorn mit dabei und ein Auge auf Attacken“, so Czapla.

Das Feld blieb zunächst zusammen, doch immer wieder wurde bergan das Tempo angezogen und das Feld dünnte sich aus. Es entwickelte sich so zunächst ein Ausscheidungsfahren. Rund 50 Kilometer vor dem Ende forcierte dann Julia Kopecký das Tempo und das Feld schmolz auf ein kleines Grüppchen zusammen. 30 Kilometer vor dem Ende griff die Französin Julie Bego an und direkt setzte Justyna Czapla nach. Auch die Schweizerin Anina Hutter ging mit und die Spanierin Paula Blas setzte wenig später nach. Doch es wurde reagiert und die Lücke schnell geschlossen.

Das Tempo war nach dem Zusammenschluss kurz raus und das nutzte die Polin Malwina Mul zum Angriff. Schnell baute sie den Vorsprung auf mehr als 40 Sekunden aus. Etwas mehr als 20 Kilometer vor dem Ende griff dann aus dem Feld Viktória Chladoňová an und löste sich gemeinsam mit Célia Gery. Sie schlossen schnell zu Mul auf. Im nächsten Anstieg forcierte Paula Blasi das Tempo im Feld und schloss die Lücke zur Spitze. Die Gruppe dünnte sich nochmals aus. Doch nach dem Anstieg war das Tempo wieder raus und so ging eine Gruppe von 14 Fahrerinnen an der Spitze in die letzte Runde. Das Tempo blieb niedrig, so konnte eine größere Verfolgergruppe ebenfalls nochmal aufschließen. Wenig später griff die Schwedin Kagevi an und setzte sich schnell ab.

In der vorletzten Steigung forcierte Chladoňová erneut und nur Gery, Holmgren und Blasi konnten mitgehen. Sie schlossen schnell zu Kagevi auf. Eine kleine Gruppe um Riedmann konnte drei Kilometer vor dem Ende wieder aufschließen und so gingen 11 Fahrerinnen an der Spitze in die letzte Steigung.

Dann griff Bunel an und nur Chladoňová und Gery konnten folgen. Im Sprint setzte sich dann Gery souverän durch.

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