Magdeleine Vallieres (Foto: © Cor Vos)

Magdeleine Vallieres hat den WM-Titel im Straßenrennen der Frauen gewonnen. Die 24-jährige Kanadierin ließ im letzten Anstieg ihre Begleiterinnen stehen und holte sich nach 164 Kilometern den WM-Titel. Silber ging an die Neuseeländerin Niamh Fisher-Black. Bronze gewann die Spanierin Mavi García.

Beste Deutsche war Antonia Niedermaier auf Rang sechs. „Ich habe alles gegeben. Leider bekam ich zwei Runden vor Schluss Bauchkrämpfe, da war es schwer, dranzubleiben. Trotzdem war es ein gutes Rennen. Im Finale musste ich beißen, mich durchkämpfen. Ich dachte eigentlich nicht, dass die Gruppe durchkommt“, so Niedermaier.


Das Feld blieb die ersten Kilometer geschlossen, dann löste sich 145 Kilometer vor dem Ende die Österreicherin Carina Schrempf. Das Feld ließ sie ziehen und so fuhr sie schnell knapp drei Minuten voraus. Rund 115 Kilometer vor dem Ende kam dann kurz Bewegung ins Feld, nachdem die Chinesin Hao Zhang das Tempo forcierte. Das Feld blieb geschossen, auch wenn mehrfach das Tempo angezogen wurde. Etwas mehr als 80 Kilometer vor dem Ende war es Blanka Vas, die angriff und sich aus dem Feld löste. Das Team der Niederlande schloss die Lücke und anschließend griff die Belgierin Julie Van de Velde an und schloss etwas mehr als 77 Kilometer vor dem Ende zu Schrempf auf. Das Feld lag aber nur noch wenige Sekunden zurück. Wenig später sprang die Niederländerin Van Anrooij nach vorn und das Team Italien kontrollierte im Feld das Geschehen.

Die Ausreißerinnen waren etwas mehr als 55 Kilometer vor dem Ende wieder eingeholt und das spanische Team ging in die Offensive. Es begann eine von Taktik geprägte Phase. Mireia Benito löste sich gemeinsam mit der Schweizerin Noemi Rüegg. Sie lagen zu Beginn der drittletzten Runde rund 30 Sekunden vor dem auf 35 Fahrerinnen zusammengeschrumpften Feld.

Die Australierin Amanda Spratt griff wenig später aus dem Feld an und löste sich etwa 45 Kilometer vor dem Ende. Die Französinnen kontrollierten dahinter das Rennen und schlossen die Lücke. Dann griff erneut Blanka Vas an und die Schweizerin Jasmin Liechti ging mit.

Dann formierte sich eine Verfolgergruppe mit starken Fahrerinnen aus einigen Nationen. Muzic, Vallieres, Markus, Garcia, Niedermaier, Fisher-Black, Malcotti – die Australierinnen verpassten die Gruppe und machten das Tempo. Als es in die vorletzte Runde ging, lagen Rüegg und Benito nur noch sieben Sekunden vor den Verfolgerinnen um Antonia Niedermaier und wurden wenig später eingeholt. Im Feld dahinter griff die Italienerin Longo-Borghini an, doch die Konkurrenz ging mit und das Tempo war wieder raus.

22 Kilometer vor dem Ende lösten sich an der Spitze Garcia, Magdeleine Vallieres und Fisher-Black. Niedermaier und Markus konnten kurz vor der Zieldurchfahrt aufschließen und sie gingen zu fünft mit rund einer Minute Vorsprung auf das kleine Feld der Favoritinnen in die letzte Runde. Dort attackierte Marlen Reusser und zog davon. Ihre Landsfrau Elise Chabbey schloss gemeinsam mit Kimberley (Le Court) Pienaar zu ihr auf.

Die Spitze fiel sechs Kilometer vor dem Ende auseinander, Niedermaier und Markus fielen zurück. Dahinter griff Chabbey an und ließ ihre Begleiterinnen stehen, konnte die Lücke nach vorn aber nicht mehr schließen. Vallieres holte sich im Solo den Titel, Fisher-Black Silber und Garvia Bronze.

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