Tadej Pogacar hat das WM-Straßenrennen der Männer in Kigali gewonnen. Der Slowene siegte nach 267,5 Kilometern als Solist. Mehr als 100 Kilometer vor dem Ende war er in die Offensive gegangen, hatte zunächst noch Isaac del Toro als Begleiter, absolvierte die letzten rund 65 Kilometer als Solist. Silber gewann der Belgier Remco Evenepoel. Bronze ging an den Iren Ben Healy.

Das deutsche Team war auf Georg Zimmermann ausgerichtet, doch der 27-Jährige hatte gesundheitliche Probleme und musste das Rennen früh aufgeben. Auch seine Kollegen Rutsch und Engelhardt waren nicht fit und gaben das Rennen früh auf. Marius Mayrhofer zeigte sich früh in einer Ausreißergruppe, wurde dann aber auch eingeholt und beendete das Rennen vorzeitig.

So lief das Rennen

Kurz nach dem Start begannen die Attacken. Dann formierte sich eine Ausreißergruppe mit Dänemark, Frankreich, Niederlande, Portugal, Schweiz, und Deutschland – Anders Foldager, Julien Bernard, Menno Huising, Ivo Oliveira, Fabio Christen und auch der Deutsche Marius Mayrhofer. Das Team Frankreich drückte im Feld direkt nochmals aufs Tempo, aber dann beruhigte es sich zumindest ein wenig und Belgien, USA und Slowenien kontrollierten – der Abstand pendelte sich bei rund drei Minuten ein.

Als es nach neun Runden auf dem Stadtkurs 130 Kilometer vor dem Ende auf die Schleife zum Mont Kigali ging, lag die Spitze noch rund eineinhalb Minuten vor dem dezimierten Feld. Wenig später fiel die Spitze auseinander. Foldager, Oliveira und Bernard verblieben zu dritt ganz vorn.

In die lange Steigung zum Mont Kigali ging die Dreierspitze mit rund zwei Minuten Vorsprung. Oliveira musste bergauf seine Begleiter ziehen lassen, dann fiel auch Foldager zurück und Bernard verblieb allein an der Spitze. Das Feld dünnte sich ebenfalls aus, dann forcierte der Mexikaner Eder Frayre kurz das Tempo und das slowenische Team übernahm die Tempoarbeit im Feld, immer mehr Fahrer fielen zurück.

Dann setzte sich Pogacar 104 Kilometer vor dem Ende bergan an die Spitze und drückte aufs Tempo. Nur Ayuso konnte folgen. Noch vor dem Gipfel holten sie Ausreißer Bernard ein. Der Mexikaner Isaac del Toro schloss in der Abfahrt zu Pogacar und Ayuso auf und sie gingen zu dritt in die kurze steile Gegensteigung. Dort verlor Ayuso den Anschluss und Pogacar und Del Toro erreichten zu zweit die nächste Zielpassage rund 90 Kilometer vor dem Ende – 44 Sekunden vor einer größeren Verfolgergruppe mit rund 30 Fahrern.

76 Kilometer vor dem Ende lagen die Verfolger weiter rund 45 Sekunden dahinter, zehn Kilometer später musste Del Toro seinen Begleiter Pogacar ziehen lassen. Dahinter formierte sich eine starke Gruppe um Remco Evenepoel, der zuvor zwei Mal das Rad wechselte. Vier Runden vor Ende lag Pogacar allein in Front, eine Minute dahinter Evenepoel, Pidcock, Hindley, Healy und Skjelmose. Del Toro war bereits eine Gruppe weiter hinten.

Evenepoel bestimmte in der Verfolgergruppe das Tempo und 45 Kilometer vor dem Ende mussten Hindley und Pidcock bergan reißen lassen. Pogacar fuhr weiter allein an der Spitze und 20 Kilometer vor dem Ende griff dahinter Evenepoel an und löste sich von Healy und Skjelmose. Pogacar holte souverän den Sieg, Evenepoel gewann Silber und Ben Healy konnte sich von Skjelmose noch lösen und Bronze einfahren.

Results powered by FirstCycling.com