Mathieu Van der Poel (Foto: © Cor Vos)

Die nackten Zahlen: 18 Saisonsiege, davon 11 auf WorldTour-Level. Zwei Monumente gewonnen und bei allen drei Grand Tours Etappensiege geholt. Das kann keine schlechte Saison sein! Weil man in Sachen Gesamtwertung traditionell kaum eine Rolle spielt, steht man im Punkteranking im Mittelfeld. Die Qualität der Siege ist beeindruckend! Neben Tadej Pogacar hat 2025 nur Mathieu van der Poel Monumente gewonnen – dabei hat er in Sanremo und Roubaix „Pogi“ geschlagen.

Team Van der Poel

Mathieu van der Poel ist der Star und das Aushängeschild des Teams. Er garantiert die großen Siege und die Aufmerksamkeit. Sechs Saisonsiege hat er 2025 eingefahren – neben den Monumenten eine Tour-Etappe gewonnen und das Gelbe Trikot getragen. Van der Poel ist eine Ausnahmeerscheinung, ein echter Superstar – er steht für das Team. Neben ihm ist Sprinter Jasper Philipsen die zweite Kraft, ebenfalls erfolgreich, aber in Sachen Aufmerksamkeit nicht vergleichbar mit dem absoluten Topstar des Teams.

Van der Poel und Philipsen haben beide bis 2028 Vertrag beim Team Alpecin-Deceuninck. Sie sind die Kapitäne und an ihnen hängt auch der Erfolg. Das Team ist auf sie ausgerichtet, daneben hat man noch Fahrer wie Kaden Groves oder Tibor Del Grosso. Auch in Zukunft wird die Mannschaft weiter „Team Van der Poel“ bleiben. Einige gestandene und erfahrene Kräfte verlassen das Team, junge Talente werden hinzukommen. Am Erfolgsrezept wird sich wenig ändern, doch das bedeutet auch weiterhin, dass alles gut ist, solange der Superstar abliefert. Die Mannschaft ist abhängig von Van der Poel – wohl bei keinem anderen Team hängt der sportliche Erfolg und die mediale Aufmerksamkeit so sehr an einem Fahrer. Das birgt natürlich auch Risiken.

Mit der Saison 2025 darf man mehr als zufrieden sein – die Qualität der Erfolge ist beeindruckend! Allerdings sind 18 Saisonsiege, nimmt man das Covid-Jahr 2020 aus, die schlechteste Ausbeute seit 2018! Damals hieß man noch Corendon-Circus und fuhr mit Conti-Lizenz.