Ben Healy in Gelb (Foto: © Cor Vos)

Auf Rang 12 im WorldRanking – genau wie im Vorjahr. Das Team EF Education-EasyPost landet im unteren Mittelfeld des Teamrankings. Es war eine solide Saison, auch wenn nur 10 Siege gelangen. Das ist im Vergleich zu 2024 ein großer Rückschritt – damals holte man satte 24 Siege! Doch schaut man auf die Qualität der Erfolge und etwas genauer hin, relativiert es sich. Erneut gelang ein Tour-Etappensieg – in diesem Jahr durch Ben Healy, der auch das Gelbe Trikot trug und am Ende der Tour in den Top10 landete. Dazu feierte man zwei Giro-Etappensiege, durch Richard Carapaz und Kapser Asgreen.

Ordentliches Frühjahr

Bei den flämischen Klassikern lief es nicht optimal, dennoch ordentlich. Marijn van den Berg lieferte zwei Top10-Ergebnisse beim Opening Weekend, Madis Mihkels wurde Dritter in De Panne. Das Highlight war der Sieg von Neilson Powless bei Dwars door Vlaanderen. Kasper Asgreen, immerhin Ex Ronde-Sieger, kam hingegen nicht so richtig in Schwung. Dafür lieferte Ben Healy bei Strade Bianche (Rang 4) und in den Ardennen ab. In Lüttich auf dem Podium, Rang 10 beim Amstel und Platz fünf beim Fleche Wallonne können sich sehen lassen!

Guter Giro, gute Tour

Beim Giro holte Asgreen eine Etappe, Richard Carapaz stand nach epischem Fight mit Isaac del Toro auf dem Podium. Bei der Tour holte Healy dann den Etappensieg und für zwei Tage Gelb – am Ende Gesamtrang neun. Mehr als nur in Ordnung. Zur Vuelta schickte man dann ein sehr junges Team, das sich gar nicht schlecht schlug. Mit dem Spanier Markel Beloki hat man eines der ganz großen Talente in den eigenen Reihen und man gab ihm die Chance, bei der Spanien-Rundfahrt Erfahrungen zu sammeln. Der 20-Jährige ist der Sohn von Joseba Beloki, der große Erfolge feierte und bei der Tour de France auf dem Podium stand. Sohn Markel gilt als ähnlich talentiert und ebenfalls als künftiger Rundfahrer.

Hinter dem Team EF Education-EasyPost liegt eine ordentliche Saison, bei der man vor allem zu den großen Highlights glänzen konnte. Der Erfolg von Healy bescherte der Mannschaft viel Aufmerksamkeit beim wichtigsten Rennen der Welt. Mit den absoluten Top-Teams wie UAE oder Visma kann man nicht mithalten, muss sich Highlights setzen und die Chancen nutzen, die sich bieten. Das macht das Team von Jonathan Vaughters Jahr für Jahr sehr gut. Man setzt neben bewährten Kräften vermehrt auf junge Talente, das wird auch 2026 so sein. Man darf gespannt sein, ob das Team 2026 vielleicht einen Schritt nach vorn machen kann und dann auch wieder mehr Siege einfahren wird.