Zwei Plätze ging es nach unten für die Mannschaft Jayco AlUla im WorldRanking. Insgesamt 19 Siege konnte man einfahren, sechs weniger als im vergangenen Jahr. Was die Etappensiege bei den Grand Tours betrifft, stehen wieder drei Erfolge zu Buche – der so wichtige Tagessieg bei der Tour de France gelang erneut. Der größte Punktelieferant war Michael Matthews, der große Teile der Saison krankheitsbedingt verpasste und nur auf 29 Renntage kam! Allerdings steuerte der Routinier einige Top-Platzierungen und Siege bei. Rang vier in Sanremo, Rang fünf beim Amstel Gold Race, Sieg bei Eschborn-Frankfurt. Wenig verwunderlich, dass die Teamleitung seinen Vertrag gern verlängerte.

Auch Mauro Schmid lieferte eine ordentliche Saison – nicht nur wegen seines Sieges beim Cadel Evans Great Ocean Road Race. Kapitän Ben O’Connor holte zwar den wichtigen Tour-Etappensieg, blieb aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Top10 in der Gesamtwertung der Tour wurden verpasst, bei der Vuelta stieg er vorzeitig aus. Immerhin Top-10 Resultate bei Valencia-Rundfahrt und Tour de Suisse gelangen.

Überraschungen & Enttäschungen

Zu den positiven Überraschungen zählt Neuzugang Paul Double, der die Tour of Guangxi und Okolo Slovenska gewann. Auch Felix Engelhardt ließ einige Male sein Talent aufblitzen und zeigte eine solide Saison, auch wenn kein Sieg gelang. Anders Foldager sorgte ebenso für einige gute Resultate. Bei Luke Plapp und Filippo Zana lief es nicht ganz wie erhofft. So auch bei Eddie Dunbar, der die Tour de France vorzeitig beenden musste und an das starke letzte Saisondrittel 2024 nicht anknüpfen konnte, die Mannschaft nun verlässt.

Hinter dem Team liegt eine wechselhafte Zeit. Eigentümer Gerry Ryan hatte mehrfach versucht, dem Team eine neue ökonomische Struktur zu geben, scheiterte damit zunächst mehrfach. Das wirkte sich auch auf den Kader aus. Dann kam 2023 AlUla als finanzkräftiger Partner an Bord und man konnte das Team neu strukturieren. Ein positiver Trend war erkennbar, dieser wurde nun in der Saison 2025 etwas abgeschwächt. Im unteren Mittelfeld steckt das Team fest, will sich dort nun ganz sicher rausarbeiten. Man darf gespannt sein, wie das 2026 gelingt.