David Gaudu (Foto: © Cor Vos)

Insgesamt 15 Saisonsiege holte das Team Groupama-FDJ im Jahr 2025 – die gleiche Anzahl wie in der vorangegangenen Saison. Im Teamranking ging es allerdings satte acht Plätze nach unten. Das liegt vor allem daran, dass Leistungsträger die Mannschaft verlassen hatten. Lenny Martinez, Laurence Pithie und Sam Watson hatten 2024 noch reichlich UCI-Punkte geholt, fahren nun für andere Teams. Neuzugang Guillaume Martin lieferte zwar eine solide Saison, konnte das aber nicht kompensieren.

Nur zwei Siege holte man bei World-Tour-Rennen – eine Etappe bei der Tour de Suisse und eine bei der Vuelta. In der Gesamtwertung bei den Grand Tours spielte man keine Rolle. Rang 16 durch Martin bei der Tour de France war das beste Resultat, bei Giro und Vuelta war man nicht in den Top20. Der beste Mann der Saison war Romain Grégoire. Im Frühjahr stark, in den Ardennen zwei Mal in den Top10. Gesamtsieg bei der Tour of Britain und eine Tour-de-Suisse-Etappe. Sechs der 15 Siege gehen auf sein Konto!

Umbruch?

Die französische Mannschaft hat ein wenig den Anschluss an die Weltspitze verloren. Die Generation um Thibaut Pinot und Arnaud Demare ist Geschichte, die Talente David Gaudu und Valentin Madouas haben den Zenit erreicht, junge Hoffnungsträger wie Pithie, Martinez und Watson das Team verlassen. Nun verlässt auch Klassikerkapitän Stefan Küng die Mannschaft in Richtung Tudor.

Einen echten Umbruch hat man nicht eingeleitet, kann in Sachen Budget mit den Top-Teams nicht mithalten. Bei den Frauen ist man Weltspitze, bei den Männern nur Mittelmaß. Im Herren-Team versucht man, weiter eine gute Mischung hinzubekommen, aus etablierten Kräften und jungen Talenten. Keine leichte Aufgabe, für das französische Team von Marc Madiot. Um Romain Grégoire, Neuzugang Bastien Tronchon, Thibaud Gruel und den hochtalentierten Maxime Decomble wird man nun versuchen, nachhaltig ein Team zu formen, mittelfristig allerdings weiter auch auf die etablierten Kräfte setzen. Die Saison 2025 war keine Katastrophe, allerdings wird man darauf hoffen, dass es 2026 wieder aufwärts geht.