Transfers zur Saison 2026

Neuzugänge: Jasper Stuyven, Dylan van Baarle, Alberto Dainese, Filippo Zana, Steff Cras, Laurenz Rex, Fabio Van den Bossche, Jonathan Vervenne
Abgänge: Remco Evenepoel, Mattia Cattaneo, Pieter Serry, James Knox, Josef Cerny, Luke Lamperti, Jordi Warlop, Antoine Huby

Kader Soudal-QuickStep 2026

Der Abgang von Remco Evenepoel zu Red Bull-Bora-hansgrohe verändert das Team stark. Die vergangenen Jahre war Evenepoel der Star der Mannschaft, das Team wurde um ihn herum aufgebaut. Mit Erfolg – Evenepoel gewann die Vuelta, Monumente und Grand-Tour-Etappen. Nun kehrt das Team vielleicht wieder zur alten Identität als Klassikermannschaft zurück. Denn die Neuzugänge sind vor allem bei Eintagesrennen stark. Die Fraktion der Klassementfahrer hat ohne Evenepoel deutlich weniger Durchschlagskraft – Fahrer wie Mikel Landa, Talent Junior Lecerf und Ilan Van Wilder haben enorme Qualität, zählen aktuell aber nicht zu den Top-Podiumsanwärtern bei den großen Rundfahrten.  

Schlüsselfahrer
Der Erfolgsgarant im Team heißt Tim Merlier. Der aktuell beste Sprinter der Welt liefert stets ab, holte auch 2025 satte 16 Saisonsiege. Mit Paul Magnier hat man einen jungen, hochtalentierten Mann im Team, der ebenfalls sehr endschnell ist. Magnier steht vor dem Sprung in die absolute Weltspitze. Die genannten Landa, Van Wilder, aber auch Max Schachmann und Kletterer Paret-Peintre sind ebenfalls Fahrer, die für Top-Ergbenisse sorgen können. Von besonderer Bedeutung sind natürlich die belgischen Klassiker. In den vergangenen blieb man bei den Pflaster-Rennen oft blass, nun hat man den Kader verstärkt und will wieder ein anderes Gesicht zeigen. Die Neuzugänge Jasper Stuyven, Dylan van Baarle stehen dort neben Yves Lampaert im Fokus.

Stärken
Dem belgischen Team ist es stets gelungen Siege einzufahren. Selbst in Krisenzeiten war man erfolgreich, die große Stärke war dabei lange der Zusammenhalt, Konsequenz, die Mentalität und die taktische Variabilität. Dies alles litt in der Evenepoel-Ära, da man stark auf den einen Leader fokussiert war. Nun will man wieder mehr zum “Wolfpack” werden.

Schwächen
Es fehlt dem Team an Klassementfahrer für die großen Rundfahrten, zudem hat man keinen der absoluten Top-Stars für die Klassiker in den eigenen Reihen. Hinter Mathieu van der Poel und Tadej Pogacar klafft eine große Qualitätslücke, und als Verbund agierte das Team Lidl-Trek in den vergangenen Jahren deutlich stärker. 

Ziele
Saisonsiege und bei den Klassikern wieder zu den prägenden Teams zählen – im Jahr eins nach Evenepoel will man die eigenen Stärken ausspielen. Sprinter Merlier kann erneut zur Schlüsselfigur werden. Ein Drittel des Kaders ist jünger als 25 – es gilt die Talente zu fördern und an die Weltspitze heranzuführen. 

Prognose
QuickStep ist QuickStep – man wird die Chancen suchen und auch nutzen. Doch der Weg zurück zur dominanten Klassiker-Equipe ist lang und beschwerlich! Ohne einen Pogacar, Van der Poel, Pedersen oder Van Aert im eigenen Team ist schwer, bei den großen Rennen erfolgreich zu sein. Es wird wohl eine Übergangssaison, vom “Team Remco” zurück zum Wolfpack. Möglicherweise wird diese Saison für die Zukunft der Mannschaft von sehr großer Bedeutung.

Das Team bei Firstcycling