
Transfers zur Saison 2026
Neuzugänge: Pascal Ackermann, Amaury Capiot, Alessandro Covi, Dries De Bondt, Dries De Pooter, Hamish McKenzie, Finlay Pickering, Rudy Porter, Andrea Vendrame
Abgänge: Dylan Groenewegen, Max Walscheid, Alessandro de Marchi, Eddie Dunbar, Filippo Zana, Chris Harper, Michael Hepburn, Elmar Reindeers, Welay Hagos Berhe, Campbell Stewart
Kader Jayco AlUla 2026
Einige starke Fahrer verlassen das Team, darunter auch Filippo Zana, Dylan Groenewegen und Eddie Dunbar, die in der Vergangenheit zu den Leistungsträgern und Punktelieferanten zählten. Die Sprinterlücke soll Pascal Ackermann schließen, mit Covi kommt ein starker Mann für anspruchsvolle Eintagesrennen und Pickering ist ein Berg-Talent. De Pooter und De Bondt verstärken die Klassikerfraktion und mit Hamish McKenzie kommt ein heimisches Talent.
Einen ganz großen Umbruch hat man nicht eingeläutet, auch wenn neun neue Fahrer zum Team stoßen. Hinter dem Team liegt keine leichte Saison, aber man scheint grundsätzlich in den vergangenen 2-3 Jahren an Stabilität gewonnen zu haben.
Schlüsselfahrer
Michael Matthews, Ben O’Connor, Mauro Schmid, Luke Plapp, Paul Double – die Top-Fahrer des Teams sind weiter dabei und werden auch im kommenden Jahr die Schlüsselfahrer sein. Hinter Matthews liegt eine schwierige Saison mit gesundheitlichen Rückschlägen, doch er scheint wieder auf dem Weg zu alter Stärke. O’Connor blieb 2025 hinter den Erwartungen zurück, will nun zeigen, was in ihm steckt. Schmid und Plapp scheinen bereit für Erfolge auf der ganz großen Bühne und Double hat gezeigt, welch großes Talent er ist. Sollte Pascal Ackermann nach schwierigen Jahren wieder an alte Erfolge anknüpfen können, wird auch er einer der Schlüsselfahrer – und Punktelieferant – sein können.
Stärken
Auch wenn die Mannschaft in der Breite ganz sicher nicht mit Teams wie Teams wie UAE mithalten kann, hat man doch für jedes Terrain exzellente Fahrer in den eigenen Reihen. In diesem Kader steckt extrem viel Erfahrung, dazu junge Fahrer auf dem Sprung in die Weltspitze. Klassiker, Sprint, Berg – man ist vielseitig aufgestellt, auch wenn es in jedem Bereich in der Weltspitze bessere Fahrer gibt. Die Rolle des Außenseiters bringt oft Freiheiten – diese gilt es erneut zu nutzen.
Schwächen
Man war und ist sehr von den Top-Fahrern abhängig. Läuft es bei Matthews oder O’Connor schief, lässt sich das nur schwer ausgleichen. Der Kader hat an Breite gewonnen, ist gerade für hügeliges Terrain und Etappenjagd bei Grand Tours gut aufgestellt. Doch in Sachen Gesamtwertung bei großen Etappenrenen ist man stark von O’Connor abhängig, auch wenn Paul Double Ende der Saison 2025 beeindruckte. Wie erfolgreich man bei Sprints sein kann, wird auch von Neuzugang Pascal Ackermann abhängen.
Ziele
Der Verbleib in der WorldTour wurde gesichert und man möchte ganz sicher im ersten der dreijährige Lizenz-Periode einige Punkte holen, um nicht in den kommenden Jahren unter Druck zu stehen. Mehr Saisonsiege ist sicher ein Ziel und man will sicher mit den jungen Talenten einen Schritt in Richtung Weltspitze machen.
Prognose
Wie gut die Saison verläuft wird sicher an den Schlüsselfahrern liegen. Kommen sie gut durch und bleiben von größeren Rückschlägen (wie dem von Matthews 2025) verschont, wird man punkten können und einige Erfolge erinfahren. O’Connor ist der Mann für die Gesamtwertung bei den großen Rundfahrten, er wird zeigen wollen, dass mehr als 2025 drin ist.
Ganz große Sprünge sind für das Team wohl eher nicht zu erwarten, aber mit den erfahrenen Kräften ist eine solide Saison durchaus zu erwarten.

