Transfers
Zugänge: Mattia Agostinacchio, Noah Hobbs, Luke Lamperti, Michael Leonard, Matthias Schwarzbacher
Abgänge: Hugh Carthy, Esteban Chaves, Rui Costa, Owain Doull, Jack Rootkin-Gray, Yuhi Todome
Kader EF Education – EasyPost 2026
Bei EF Education-EasyPost steht die Talententwicklung eindeutig im Fokus: Von den fünf Neuzugängen ist der von Soudal Quick-Step kommende Luke Lamperti mit 23 Jahren der älteste Fahrer. Der jüngste Neuzugang ist der 18-jährige Cross-Juniorenweltmeister Mattia Agostinacchio. Matthias Schwarzbacher (20) wechselt vom UAE-Nachwuchsteam zur Vaughters-Combo, Michael Leonard (21) kommt von Ineos-Grenadiers, während Sprinttalent Noah Hobbs (21) aus dem EF-Nachwuchs stammt. Zugleich haben sich mit Esteban Chaves und Rui Costa zwei bekannte Routiniers vom Profisport verabschiedet, der 31-jährige Hugh Carthy hat bislang keinen Vertrag bekommen. Gerade einmal drei Fahrer im Kader sind zum Start der Saison älter als 30 Jahre. Auffällig ist, dass EF Education EasyPost mit Hobbs und Lamperti die Fraktion der endschnellen Fahrer um Marijn van den Berg, Vincenzo Albanese und Madis Mihkels erweitert hat. In den vergangenen Jahren spielte die Equipe nicht in der ersten Sprinterliga.
Schlüsselfahrer
Richard Carapaz und Ben Healy sind fraglos die zentralen Fahrer in den markant-pinken Trikots. Carapaz hatte 2025 den Giro-Sieg auf denkwürdige Weise nur knapp verpasst, Healy zeigte sich sowohl bei den Frühjahrsklassikern als auch bei der Tour de France in bestechender Form. Mit Neilson Powless hat das US-Team einen weiteren angriffslustigen Fahrer im Kader, der immer für ein Spitzenergebnis gut ist. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an Fahrern von Kasper Asgreen über Georg Steinhauser bis Marijn van den Berg, die für Tagessiege in Frage kommen.
Stärken
Auch wenn das Budget vergleichsweise klein ist: Das Team macht mit einer betont aggressiven Fahrweise das Beste aus seinen Möglichkeiten und lässt Talenten mehr Spielräume als andere Mannschaften. Bestes Beispiel für einen gelungenen Teamspirit war die vergangene Tour de France: Nach dem Ausfall des eigentlich vorgesehenen Kapitäns Richard Carapaz verdiente sich Ben Healy mit entsprechendem Mannschaftssupport den Titel des „kämpferischsten Fahrer“ der Rundfahrt.
Schwäche
Im GC-Kampf ist die Mannschaft sehr stark von Richard Carapaz abhängig, auch wenn es Healy bei der letzten Tour in die Top 10 schaffte. Der ehemalige Olympiasieger aus Ecuador hatte nach seinem famosen Giro d’Italia krankheitsbedingt nicht mehr groß ins Renngeschehen eingreifen können – es bleibt abzuwarten, wie es in der neuen Saison für ihn läuft.
Ziele
Neben punktuellen Erfolgen bei den Klassikern und großen Rundfahrten will das Team weiter mit offensiver, situativ überraschender Fahrweise die Radsportfans unterhalten. Als eines der jüngsten Teams im Profipeloton nimmt die Talentwicklung einen großen Platz ein.
Prognose
Allzu viele Siege sind von EF EducationEasyPost nicht zu erwarten – für Überraschungen ist der verjüngte Kader aber auf jeden Fall gut.


