Transfers
Zugänge: Owain Doull, Bruno Armirail, Davide Piganzoli, Filippo Fiorelli, Louis Barré, Timo Kielich, Anton Schiffer, Pietro Mattio, Tim Rex
Abgänge: Simon Yate, Tiesj Benoot, Olav Kooij, Dylan Van Baarle, Tosh Van der Sande, Daniel McLay, Attila Valter, Julien Vermote, Cian Uijtdebroeks, Thomas Gloag
Kader Team Visma | Lease a Bike 2026
Das Team Visma | Lease a Bike tauscht zur neuen Saison ein Drittel des Kaders aus. Unter den Abgängen sind einige Leistungsträger der vergangenen Jahre – beispielsweise Tiesj Benoot, Olav Kooij und Dylan Van Baarle. Dazu der Abgang von Simon Yates, dessen Karriereende kurz nach Jahreswechsel überraschte. Zu den Fahrern, die das Team verlassen gehört auch Cian Uijtdebroeks, dessen Verpflichtung vor wenigen Jahren noch für großen Wirbel sorgte. Offensichtlich passte es dann doch nicht, zwischen dem talentierten Belgier und dem niederländischen Team.
Es steckt weiter reichlich Qualität im Team, für jedes Terrain. Mit Ex-Toursieger und aktuellen Vuelta-Champion Jonas Vingegaard hat man einen Weltspitze-GC-Fahrer, mit Van Aert einen Top-Klassikerfahrer und mit Matthew Brennan ein endschnelles Megatalent. Auch unter den Neuzugängen sind hoffnungsvolle Talente. Davide Piganzoli steht in Sachen GC vor dem Durchbruch in die Weltspitze, Louis Barré hat in Sachen hügelige Eintagesrennen einen großen Schritt gemacht und scheint bereit bei diesen Rennen ganz vorn mitzumischen. Auch wenn das Team etwas an Qualität eingebüßt hat, ist es eine bärenstarke Mannschaft!
Schlüsselfahrer
Jonas Vingegaard ist der Mann für die Grand-Tours und soll die ganz großen Siege einfahren. Ob Matteo Jorgenson einen weiteren Schritt machen kann und neben den einwöchigen Rundfahrten auch bei Klassikern und Grand Tours konstant ganz vorn mitmischen kann, bleibt abzuwarten. Klassikerkapitän für die flämischen Rennen ist Wout van Aert. Der Belgier soll im Frühjahr glänzen und endlich einen Sieg bei einem der Pflaster-Monumente holen. Brennan, Tulett, Barré, Piganzoli, Laporte … auch sie zählen zu den Leistungsträgern.
Stärken
Es ist ein top Team mit großer Professionalität und viel Qualität. Man kann auf jedem Terrain um Siege kämpfen und hat mit Vingegaard und Van Aert zwei absolute Weltklasse-Fahrer. Doch auch in der Breite ist man extrem stark und kann bei vielen Rennen diese ausspielen.
Schwächen
In Sachen Massensprints hat man durch den Abgang von Olav Kooij ein wenig an Qualität verloren, und die Bergfraktion ist ohne Simon Yates deutlich schwächer. Deutliche Schwächen hat der Kader aber nicht.
Ziele
Die Klassiker und auch die Grand Tours sind die großen Ziele, dazu will man über die gesamte Saison Siege einfahren. Für ein echtes Top-Team sind das die üblichen Ziele. Der Wunsch, endlich wieder die Tour de France zu gewinnen ist sicher ungebrochen groß, gegen Tadej Pogacar aber keine leichte Aufgabe. So wundert es nicht, dass Jonas Vingegaard im Mai den Giro in Angriff nimmt und versucht einen Haken an die Grand-Tour-Trilogie zu machen.
Prognose
Es wird eine ordentliche Saison für das Team, wo gerade die Talente für Aufsehen sorgen. Geht Vingegaard in Topform zum Giro und bleibt gesund und sturzfrei, wird er dort wohl den Sieg holen und damit die Grand-Tour-Sammlung komplettieren. Gespannt darf man auf die Klassiker sein – nach einem weniger guten Frühjahr 2025 wird es nicht leichter.
