Yannis Voisard (Tudor Pro Cycling) hat die dritte Etappe der AlUla Tour gewonnen. Der Schweizer setzte sich im Bergaufsprint vor Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious) und Sergio Higuita (XDS Astana) durch.

Das Feld ging geschlossen in das Bergauf-Finale nach Bir Jaydah Mountain Wirkah. Jan Christen setzte die erste Attacke und löste sich. Doch es wurde nachgesetzt und die kleine Gruppe mit Voisard, Higuita und Eulálio schloss zu ihm auf. Dann attackierte Higuita, doch Eulálio und Voisard setzten nach und zogen im Sprint vorbei. Voisard hatte die größten Kraftreserven und holte den Sieg.

In der Gesamtwertung liegt Voisard nun an der Spitze. Führt vor Eulálio und Higuita.

Das Rennen: 142 Kilometer von Winter Park nach Bir Jaydah Mountain Wirkah. Zunächst flach, im Finale dann bergauf.

Was sonst so passierte: Das Rennen nahm zunächst den erwartete verlauf – eine kleine Ausreißergruppe setzte sich ab, wurde aber an der kurzen Leine gehalten und dann vor dem Finale wieder eingeholt. In der Steigung zum Ziel machte Jayco-AlUla zunächst das Tempo, griff an, aber keine Lücke entstand. Dann attackierte Christen und setzte sich mit dem jungen Italiener Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step) ab. Christen zog durch und ging allein an der Spitze auf den letzten Kilometer. Dann setzte die Konkurrenz nach und Voisard holte sich im Sprint vor Eulálio und Higuita den Sieg.

Die Erkenntnisse des Tages:

  • Yannis Voisard wartete in der Schlusssteigung lange ab – bei Gegenwind sehr kalkuliert und das zahlte sich am Ende aus. Der zweite Profisieg für den Schweizer – der erste liegt bereits knapp drei Jahre zurück!
  • Sergio Higuita fuhr stark wie lange nicht mehr. Der 28-jährige Kolumbianer ist gut durch den Winter gekommen und scheint nun wieder auf einem guten Weg zurück zu alter Stärke.
  • Stark auch der 21-jährige Brite Bjorn Koerdt. Er ist die Hoffnung von PicNic-PostNL – kann am Ende der Rundfahrt auch für wichtige UCI-Punkte sorgen.
  • Jan Christen ging früh in die Offensive, ging mit der Hypothek der 20 Strafsekunden aus de ersten Etappe ins Rennen. Sein Angriff war stark, kam allerdings etwas zu früh. Am Ende verlor er noch einige Sekunden.