1 | Jonas Vingegaard macht die Grand-Tour-Sammlung perfekt

Die Tour de France hat er zwei Mal gewonnen, an die Vuelta im vergangenen Jahr einen Haken gemacht – nun ist der Giro dran. Jonas Vingegaard wird 2026 zum ersten Mal in seiner Karriere beim Giro starten und direkt den Sieg einfahren. Tadej Pogacar ist nicht am Start, den Rest hat Vingegaard im Griff. Doch für die Anstrengungen beim Giro muss er bei der Tour de France Tribut zollen – dort bleibt er blass, steht nicht auf dem Podium.

2 | Tom Pidcock auf dem Podium der Tour de France

Vingegaard steht gemäß These 1 nicht auf dem Podium, dafür landet Tom Pidcock überraschend unter den ersten Drei! Bei der Vuelta 2025 hat der Brite beweisen, dass er über drei Wochen stabil Leistung bringen kann, die Tour ist das ganz große Ziel für ihn und sein Q36.5-Team. Pidcock mag zwar lieber eine offensive Renngestaltung, doch bei der Tour schlüpft er wieder in Rolle des kühl berechnenden und cleveren GC-Fahrers. Das zahlt sich aus und er winkt in Paris vom Podium. Austoben kann er sich ja im Frühjahr in den Ardennen.

3 | Filippo Ganna gewinnt Milano-Sanremo

Schon 2025 war er nah dran, nun setzt er sich die Krone auf – Filippo Ganna gewinnt Mailand-Sanremo! Er darf sich nicht auf einen Sprint gegen endschnelle Männer wie Mathieu van der Poel einlassen, das weiß Ganna. Er nutzt frühzeitig die perfekte Gelegenheit zur Attacke, spielt seine Power gnadenlos aus und siegt beim ersten Monument des Jahres als Solist auf der Via Roma. Was kann es für einen Italiener Schöneres geben? Eben.

4 | Pogacar und der Tanz auf dem Kopfsteinpflaster

Am 12. April 2026 ist es soweit – der beste Fahrer der Welt gleitet über das Kopfsteinpflaster der „Hölle des Nordens“ und holt sich im Velodrom von Roubaix seinen Stein ab. Die nötige Power hat er, die fahrerische Qualität ebenso und nun auch die nötige Erfahrung, um Mathieu van der Poel zu schlagen. Eine Legende ist Pogacar ohnehin bereits, mit dem Sieg in Roubaix nimmt er den nächsten Punkt von seiner Liste.

5 | WM-Medaille für Antonia Niedermaier

Eine Giro-Etappe hat sie bereits gewonnen, deutsche Zeitfahrmeisterin ist sie 2025 geworden, doch in Antonia Niedermaier steckt noch viel mehr. Im Sommer wird die dann 23-Jährige (hoffentlich) ihr Debüt bei der Tour de France Femmes geben und ein Ausrufezeichen setzen. Ihren ganz großen Tag wird sie dann aber erst im September in Montreal erleben – bei der WM liefert sie erneut ab und holt sich verdient eine Medaille im Straßenrennen. Es steckt etwas zu viel Wunschdenken in dieser These? Gut möglich, aber wenn nicht in diesem Jahr, dann halt im nächsten!


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