
1 | Tadej Pogacar gewinnt Mailand-Sanremo
Der UAE-Plan für Mailand-Sanremo war stets gut, doch sie konnten ihn bislang nicht so umsetzen, wie erhofft. Im Jahr 2024 fehlte etwas die Teampower, im vergangenen Jahr stimmte die Position vor der Cipressa nicht ganz. Nun aber wird es klappen und Tadej Pogacar allein auf die Via Roma in Sanremo fahren und den Haken an dieses Monument machen.
2 | Der lachende Dritte in Roubaix
Es wird das ganz große Duell erwartet – Tadej Pogacar gegen Mathieu van der Poel in der „Hölle des Nordens“. Doch aus Teil II der großen „Pogi vs MvdP auf dem Pflaster Show“ wird nichts – denn keiner der beiden gewinnt 2026 den Klassiker Paris-Roubaix.
Sie sind die Favoriten und alle schauen auf sie. Dazu lassen die beiden sich gegenseitig nicht aus den Augen. Pogacar weiß nach 2025, dass er Van der Poel auf dem Pflaster nicht mit reiner Power abhängen kann und wird taktisch etwas anders agieren. Van der Poel hingegen hat in der heimischen Vitrine kaum noch Platz für mehr Pflastersteine und wird versuchen, die Verantwortung für das Rennen weiterzureichen. Das nutzt die Konkurrenz aus und triumphiert im Velodrom.
Wer gewinnt Paris-Roubaix 2026? Mads Pedersen? Van der Poels Teamkollege Jasper Philipsen oder etwa Wout van Aert? Laurenz Rex oder doch Filippo Ganna? Wer auch immer der lachende Dritte sein möchte, er sollte vor dem Velodrom Matthew Brennan abhängen!
3 | João Almeida gewinnt eine Grand Tour
Er ist bereit! Die Saison 2026 wird für João Almeida wegweisend, denn er wird seinen ersten Grand-Tour-Sieg einfahren! Bei Giro und Vuelta stand er bereits auf dem Podium, nun darf er ganz nach oben aufs Treppchen klettern. Zwei Chancen hat er – Giro d’Italia und Vuelta a España. Der Parcours beider Rundfahrten liegt ihm, wobei der Giro vielleicht etwas mehr seinen Qualitäten entgegenkommt. Leicht wird es weder in Italien, noch in Spanien – doch mit einem starkem Team an seiner Seite wird er zeigen, was in ihm steckt. Und sollte es beim Giro nicht ganz klappen, holt er sich den Sieg in Spanien.
4 | Zwei 19-Jährige mischen die WorldTour auf & die neue spanischen GrandTour-Hoffnung entzückt die Fans
Drei Fahrer in einer These – das Fenster weit aufgemacht um sich hinauszulehnen. Bei den Klassikern wird ein Däne im Lidl-Trikot für Aufsehen sorgen. Nein, es ist nicht Mads Pedersen gemeint, der in diesem Jahr den nächsten Anlauf nimmt, sich den Traum vom Monument zu erfüllen. Es geht um den 11 Jahre jüngeren Albert Withen Philipsen. Ein krasses Talent, das schon in der ersten Profisaison für Aufsehen sorgte. Nun wird er richtig durchstarten und bei den Klassikern mindestens ein Mal auf dem Podium stehen. Die Frage nach der Klassiker-Zukunft beim Lidl-Trek-Team ist dann geklärt.
Der andere 19-Jährige, der 2026 seinen Durchbruch erlebt und für hochgezogene Augenbrauen sorgt ist Jakob Omrzel. Ebenfalls ein krasses Talent, allerdings als GC-Fahrer und Mann für bergiges Terrain. Der Kerl wird durchstarten, auch wenn er vielleicht noch nicht bei den allergrößten Rennen zum Einsatz kommt. Ganz schnell ist er dann „der nächste Pogacar“, weil auch er aus Slowenien stammt – damit muss er leben.
Ein bekannter Name der Radsportwelt wird ganz Spanien verzücken – Beloki! Markel Beloki, den Sohn des ehemaligen Weltspitze-Rundfahrers Joseba Beloki. Der 19-jährige Markel ist bereits in der dritten Profisaison, sein Team EF Education – EasyPost hat ihm aber ein angepasstes Rennprogramm ermöglicht. Er gewann die Tour Alsace souverän, bestritt dann im Spätsommer 2025 die Vuelta. Die erste Grand Tour wird ihm einen Boost bescheren und er wird 2026 richtig durchstarten. Dass er dann direkt die zweite große spanische Rundfahrten-Hoffnung neben Juan Ayuso wird, kann wohl auch sein Vater nicht verhindern. Aber er wird ihm helfen können, mit dem Erwartungsdruck in Zukunft umgehen zu lernen.
5 | Kopecky dominiert auf dem Pflaster, Vollering gewinnt die Tour
Auch wenn Lotte Kopecky die Flandern-Rundfahrt gewann, das Frühjahr 2025 lief nicht wie erhofft. Alles andere als zufrieden war die Belgierin mit der abgelaufenen Saison. Mit viel Motivation und ihren bekannten Qualitäten wird sie nun angreifen und für ein sehr gutes Frühjahr sorgen. In Flandern und Roubaix geht der Sieg nur über Kopecky! In Roubaix holt sie ihren zweiten Stein.
Etwas blass wird Demi Vollering im Frühjahr bleiben. Doch die Niederländerin setzt alles auf die Tour de France! Das zahlt sich aus und sie steht auch bei der fünften Auflage auf dem Podium – diesmal wieder ganz oben.

