Matthew Riccitello (Foto: © Cor Vos)

Matthew Riccitello (Decathlon CMA CGM) hat die zweite Etappe der Tour de la Provcence gewonnen. Bei der Bergankunft in Montagne de Lure setzte er sich im Zweiersprint vor Carlos Rodríguez (INEOS Grenadiers) durch. Rang drei ging an Brandon Smith Rivera (INEOS Grenadiers), der sich im Zweiersprint gegen Aurélien Paret-Peintre (Decathlon CMA CGM) durchsetzte.
In der Gesamtwertung führt Riccitello nun vor Rodríguez und Rivera.

Was sonst so passierte:

Auf der 175 Kilometer langen Etappe von Forcalquier nach Montagne de Lure bestimmten zunächst Ausreißer das Rennen. Esteban Foucher (Groupama-FDJ United CT), Mathis Le Berre (TotalEnergies), Baptiste Gillet (Nice Métropole Côte d’Azur), Gustav Wang (XDS Astana) und Diego Pablo Sevilla (Team Polti VisitMalta) wurden vom Feld zunächst weggelassen, dann an der kurzen Leine gehalten.

Rund 50 Kilometer vor dem Ende teilte sich das Feld, schloss sich wieder zusammen. Das Team Decathlon CMA CGM machte auf dem Weg zum Schlussanstieg das Tempo, der Vorsprung der Ausreißer schmolz dahin. Sie wurden schließlich rund 12 Kilometer vor dem Ende eingeholt. Bergauf übernahm das Ineos-Team die Tempoarbeit und das Feld dünnte sich nach und nach aus. Fünf Kilometer vor dem Ende waren weniger als 10 Fahrer in der Spitzengruppe, das Ineos-Team machte weiter das Tempo. Dann kam etwas weniger als vier Kilometer vor dem End die Attacke von Carlos Rodriguez. Riccitello brauchte einige Meter, aber er konnte das Hinterrad von Rodriguez wieder erreichen. Die beiden belauerten sich, doch das Verfolgerduo mit ihren Teamkollegen schloss nicht wieder auf. Im Sprint setzte sich dann Riccitello durch.

Erkenntnisse des Rennens:

  • Ineos und Decathlon CMA CGM übernahmen früh die Verantwortung und bestimmten das Rennen. In der Schlusssteigung war es Ineos, die das Rennen sprengten. Rodriguez konnte Riccitello nicht abhängen und der holte sich den Sieg im Sprint – die Etappe war ein Duell dieser Teams.
  • Im ersten Rennen für sein neues Team schlägt Riccitello gleich zu – perfekt!
  • Rodriguez machte im Finale das Tempo, nachdem Riccitello die Führung verweigerte – sein Teamkollege folgte. Doch Rodriguez hatte mit Rivera einen durchaus explosiven Teamkollegen in der Verfolgergruppe – hätte durchaus ebenso pokern können. Das wäre taktisch durchaus eine Option gewesen.
  • Der junge Andrew August fuhr extrem stark! Er machte in der Schlusssteigung lange das Tempo, landete am Ende noch auf Rang sechs. Gutes Rennen des 20-Jährigen.
  • Gute Vorstellung des 21-jährigen Italieners Matteo Scalco vom Astana-Nachwuchsteam. Top10 bei dieser Bergankunft ist ordentlich, auch wenn nicht alle Top-Fahrer dabei waren.

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