Jarno Widar (20, Lotto-Intermaché)

(Foto: © Cor Vos)
Jarno Widar macht 2026 endlich (möchte man fast sagen) den Schritt zu den Profis. Nachdem er schon 2024 mit reihenweise großen Siegen in der U23 Klasse eingeschlagen ist, entschied sich der Belgier dazu nicht direkt 2025 Profi zu werden, sondern ein zusätzliches Jahr in der U23 Klasse zu verbringen und zu lernen. Widar selbst betont immer wieder, dass er fahrerisch und taktisch noch Potenzial sieht und insbesondere das Positionsfahren ihm nicht leichtfällt. Allein an seinen Resultaten kann man dies nicht erkennen: In beiden seiner U23 Jahre war er ein Seriensieger der sowohl bei Rundfahrten als auch den schweren Eintagesrennen gewann. Nach den Siegen beim Giro NextGen, der Ronde de l’Isard, dem Giro della Valle d’Aosta und der Alpes Isère Tour fehlte ihm von den großen U23 Rundfahrten lediglich die Tour de l’Avenir, die 2024 eine seiner wenigen Enttäuschungen war. Dort musste er sich jedoch auch 2025 als Zweiter hinter Paul Seixas geschlagen geben.
Widar beendete seine U23 Karriere mit dem Titel als Europameister. Bei den Profis wird man sehen müssen, wie Widar sich etabliert. Als kleiner, sehr leichter Fahrer wird es nicht leicht, sich im Peloton in Positionskämpfen behaupten zu können. Er selbst betont kein Rundfahrer zu sein, sondern eher ein reiner, sehr explosiver Kletterer. So dürften insbesondere die Ardennen Klassiker Widar sehr entgegenkommen. Daneben wird es spannend, zu beobachten, ob Widar sich bei einwöchigen Rundfahrten am Klassement versuchen wird oder eher auf Etappen zielt. Das Potential für Ergebnisse dürfte rein physisch bereits vorhanden sein.
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