Tim Wellens (UAE Team Emirates – XRG) hat die Clásica Jaén 2026 gewonnen. Der Belgier attackierte mehr als 60 Kilometer vor dem Ende aus der Favoritengruppe, schüttelte wenig später seinen einzigen Begleiter ab und holte als Solist den Sieg. Rang zwei ging an Tom Pidcock (Pinarello Q36.5), der sich im Dreiersprint um Rang zwei vor Jan Christen (UAE Team Emirates – XRG) durchsetzte. Zur Verfolgergruppe gehörte auch Maxim Van Gils vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Der Belgier berührte sich im Sprint mit Christen und stürzte.

Update: Jan Christen wurde der Dritte Platz aberkannt, Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates – XRG) rückt auf Rang drei vor.

Das Rennen: 154 Kilometer, mit sechs Schotterabschnitten


Was sonst so passierte:

Vom Start weg wurde attackiert, aber immer wieder nachgesetzt. Dann formierte sich eine Ausreißergruppe mit Igor Arrieta (UAE Team Emirates – XRG) und Quinten Hermans (Pinarello Q36.5), doch auch diese Gruppe wurde schnell zurückgeholt. Rund 80 Kilometer vor dem Ende brach das Feld auseinander, es löste sich eine große Gruppe mit vielen starken Fahrern. Tim Wellens attackierte etwas mehr als 60 Kilometer vor dem Ziel und löste sich mit Mark Donovan (Pinarello Q36.5). Wenig später hängte er im nächsten Schottersektor dann Donovan ab und zog allein davon. Bei der ersten Zielpassage, rund 47 Kilometer vor dem Ende, lag Wellens rund eine Minute vor dem Verfolgerfeld, wo Pinarello Q36.5 das Tempo machte. Immer wieder wurde in der Verfolgung attackiert, doch erst im letzten schweren Schottersektor setzten sich Pidcock und Van Gils ab. Christen ging mit.

Die Erkenntnisse des Rennens:

  • Starkes Solo von Tim Wellens – am Ende wurde es dann doch ein langer und harter Arbeitstag an der Spitze – mehr als 55 Kilometer allein unterwegs.
  • Großes Pech für Van Gils, der unglücklich stürzte und so ein gutes Ergebnis verpasste. Christen zog nach links in Richtung Bande, da war für Van Gils kein Platz – Christen wurde disqualifiziert. Das nützt Van Gils natürlich nichts.
    UAE als Team exzellent – in den frühen Gruppen immer vertreten, dann ging Wellens in die Offensive. In der Verfolgergruppe deckte man die Konter-Attacken gut ab und neutralisierte die Bemühungen der Konkurrenz. Cosnefroy, Arrieta und Christen wirkten in der Verfolgergruppe sehr stark und souverän.
  • RB Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe hielt sich in der Verfolgergruppe lange zurück, ließ Pinaello-Q36.5 das Tempo machen, obwohl man drei Fahrer dabei hatte. Am Ende wurde es für Wellens knapp, hätte die deutsche Mannschaft früher in der Verfolgung geholfen, wäre vielleicht mehr drin gewesen.

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