Tom Crabbe (Flanders – Baloise) hat die vierte Etappe der Vuelta a Andalucia Ruta Ciclista Del Sol gewonnen. Im Massensprint setzte sich der 20-jährige Belgier vor Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility) durch. Dritter wurde Sandy Dujardin (TotalEnergies). Crabbe war auf dem letzten Kilometer am Hinterrad von Wærenskjold gut positioniert, wählte dann die linke Seite für seinen Sprint, als dort die Tür aufging. Doch Axel Zingle an der Spitze zog auch nach links und so war für Crabbe der Weg für einen Moment versperrt. Er musste kurz den Sprint unterbrechen, fand die Lücke und zog dann durch zum zweiten Etappensieg in dieser Saison.
In der Gesamtwertung bleib Ivan Romeo vorn und führt weiter vor Andreas Leknessund.
Das Rennen: 166 überwiegend flache Kilometer von Montoro nach Pozoblanco.

Was sonst so passierte:
Ein Trio behauptete sich lange Zeit an der Spitze. Geoffrey Bouchard (TotalEnergies), Nil Gimeno (Equipo Kern Pharma) und Luca Cretti (MBH Bank CSB Telecom Fort). Doch das Feld kontrollierte den Rückstand und hielt die Ausreißer an der kurzen Leine. Gimeno fiel rund 40 Kilometer vor dem Ende nach Defekt zurück. Wenig später waren auch die anderen Ausreißer wieder eingeholt.
Rund sechseinhalb Kilometer vor dem Ende griff Tim Wellens an und Christophe Laporte ging direkt mit, auch Marcin Budziński (MBH Bank CSB Telecom Fort). Doch die Teams Cofidis und Movistar schlossen die Lücke. So kam es am Ende zum Sprint und Crabbe setzte sich durch.
Die Erkenntnisse des Rennens:
- Starker Sprint von Crabbe – am Ende der Schnellste und verdient der Tagessieger! Damit hat er schon so viele Saisonsiege, wie seinem Team Flanders-Baloise in den vergangenen beiden Saisons in Summe gelangen – zwei.
- Wildes Finale mit einem offensiven Tim Wellens. Das könnte auf der Schlussetappe am Sonntag noch spektakulär werden!
- Laporte blieb in der Sprintwertung vorn und zeigte ein gutes Rennen, ging im Finale mutig den Angriff von Wellens mit – die Form in Richtung Klassiker scheint zu stimmen!
- Romeo und Leknessund liegen weiter auf den ersten Plätzen in der Gesamtwertung und haben weiterhin auf die Konkurrenz rund 50 Sekunden Vorsprung. Es wird am Sonntag sicher zum Großkampf der beiden kommen – aber auch die Konkurrenz sollte man noch nicht abschreiben!
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