
Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) hat den 81. Omloop Nieuwsblad gewonnen. Der Niederländer löste sich an der Mauer von Geraardsbergen aus der kleinen Spitzengruppe und siegte als Solist. Rang zwei ging an Tim van Dijke (Red Bull-Bora-hansgrohe), Florian Vermeersch (UAE Team Emirates – XRG) wurde Dritter. Beide hatten sich gemeinsam mit Van der Poel am Molenberg aus dem Feld abgesetzt, mussten den Niederländer dann aber an der Muur ziehen lassen.
Das Rennen:207,6 Kilometer von Gent nach Ninove. Ein anspruchsvoller Klassiker bei Wind und Regen.

Was sonst so passierte:
Trotz einiger Angriffe dauerte es lange, ehe sich einen Gruppe absetzen konnten. Jelte Krijnsen (Team Jayco AlUla), Alexis Renard (Cofidis), Clément Alleno (Burgos Burpellet BH), Vincent Van Hemelen (Team Flanders – Baloise) und Alexys Brunel (TotalEnergies) konnten einen Vorsprung von mehr als vier Minuten herausfahren. Im Feld machten zunächst Alpecin-PremierTech und Soudal-QuickStep das Tempo, kontrollierten den Rückstand.
Nach und nach schmolz der Rückstand dahin. Rund 80 Kilometer vor dem Ende kam es im Feld zu einem Massensturz. Einige Fahrer wurde aufgehalten – Kaden Groves, Mike Teunissen und auch Tom Pidcock, der sich kurz zuvor am Auto eine Jacke geholt hatte und deshalb noch etwas hinter dem Feld war.
Eingangs des Eikenbergs, etwas mehr als 60 Kilometer vor dem Ende, lagen die Ausreißer noch rund zwei Minuten voraus. Im Feld kam es in der Anfahrt zur Steigung zum einem Sturz, in den viele Fahrer involviert waren. Kurz nach der Steigung musste Magnier, einer der Favoriten, das Rad wechseln und fiel zurück. Wenig später musste auch Jasper Philipsen nach Defekt sein Rad wechseln. Sie kämpften beide in der Folge dessen in einer Gruppe um den Anschluss. Die Teamkollegen von Magnier versuchten, diese Gruppe wieder ans Feld zurückzubringen. Die erste Attacke aus dem Feld setzte dann Kasper Asgreen kurz nach dem Eikenberg, etwa 57 Km vor dem Ende – er wurde aber schnell wieder eingeholt. Im Feld gab es weitere Stürze, auch Stefan Küng erwischte es.
Molenberg
In den Molenberg fuhr die Spitze mit nur rund 30 Sekunden Vorsprung. Im Feld drückte Florian Vermeersch bergauf aufs Tempo, dahinter gab es einen Sturz und Fahrer wurden aufgehalten. Es formierte sich eine Gruppe mit Vermeersch, Van der Poel und Tim van Dijke. Dahinter war das Feld in einige Gruppen zerfallen, schloss dann aber wieder zusammen.
An der Spitze machten Van der Poel und Vermeersch das Tempo, der Vorsprung pendelte um 50 Sekunden. In der Anfahrt zur Muur kam es im Verfolgerfeld erneut zu einem Sturz in den einige Fahrer involviert waren.
Muur von Geraardsbergen
In der steilen Auffahrt zur Kapelle an der Mauer von Geraardsbergen löste sich an der Spitze Mathieu van der Poel und zog allein davon. Dahinter folgten Vermeersch und van Dijke. Auch die große Verfolgergruppe fiel im Anstieg auseinander. Van der Poel an der Spitze zog durch und holte sich den Sieg.
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Im Rennen der Frauen holte sich Demi Vollering (FDJ United – SUEZ ) den Sieg. Sie setzte sich nach 137 Kilometern von Gent nach Ninove im Zweiersprint vor Kasia Niewiadoma (CANYON//SRAM zondacrypto) durch. Rang drei ging an Lorena Wiebes (Team SD Worx – Protime), die den Sprint der Verfolgerinnen gewann. Die Deutsche Franziska Koch halt zunächst Kapitänin Vollring, sprintete am Ende noch auf Rang fünf.
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