Karte Kuurne-Brüssel-Kuurne 2026

Nur einen Tag nach Omloop Nieuwsblad geht es in Flandern mit dem nächsten Halbklassiker weiter. Kuurne-Brüssel-Kuurne ist nicht ganz so schwer, doch unterschätzen sollte man den Parcours nicht. 195 Kilometer sind es von Kortrijk nach Kuurne – 13 kurze Anstiege und 4 Pflastersektoren gilt es zu meistern. Vom letzten Anstieg des Tages sind es noch einige Kilometer zum Ziel, das gibt abgehängten Fahrern noch die Chance, zurückzukommen und den endschnellen Männern die Chance für einen Sprint zu sorgen – wie im vergangenen Jahr, als Jasper Philipsen im im Massensprint siegte.

Doch in der Vergangenheit gab es nicht nur Sprints in Kuurne! Es gab einige Austragungen, wo sich Ausreißer bis zum Ziel an der Spitze behaupteten. Bei den zwei Austragungen vor Philipsens Sprintsieg kamen jeweils Gruppen durch. Genau das macht dieses Rennen oft reizvoll. Wer einen Sprint vermeiden will, muss früh in die Offensive gehen. Wer hingegen einen Top-Sprinter dabei hat, versucht das Rennen zu kontrollieren. Wer sich diesmal durchsetzt, ist schwer zu prognostizieren. Auch, weil das Wetter und unvorhersehbare Ereignisse – wie Stürze und Defekte auf den schmalen Wegen – das Rennen oft beeinflussen.

Erneut soll es windig sein – stellenweise mehr als 25 km/h von Südwest. Das bedeutet Schiebekante auf dem Weg von den Anstiegen nach Kuurne! Es könnte erneut sehr hektisch werden!


Die Vorschau wird präsentiert von Q36.5


Die Strecke von Kuurne-Brüssel-Kuurne 2026

Profil Kuurne-Brüssel-Kuurne 2026

Im vergangenen Jahr wurde der Start aus Kuurne nach Kortrijk verlegt – mit großer Bühne und Parcours durch die Stadt wurde das Einschreiben und die Präsentation der Fahrer deutlich aufgewertet – das bleibt erhalten. In Sachen Strecke gibt es 2026 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügige Änderungen. Die Lepelstraat rückt statt Boembeek in den Parcours.

Nach dem scharfen Start geht es auf eine große Schleife gen Osten. Der Tiegemberg ist auch in diesem Jahr der erste Helling.


Der Parcours variiert nur etwas zum Vorjahr. Es geht in diesem Jahr dann anschließend über den Volkegemberg und Lepelstraat.

Über Bossenaarstraat und Ten Houte wie im vergangenen Jahr gen Süden. Nach der Verpflegung dann über La Houppe und Hameau des Papin in Richtung Le Bourliquet und Mont Saint-Laurent im Zickzack in Richtung Westen nach Ronse. In diesem Abschnitt ist Obacht geboten – denn mit den giftigen Steigungen können schnell Löcher im Feld reißen!


Ist dann Ronse erreicht, beginnt das Vor-Finale des Rennens. Wer die Sprinter schon mürbe gemacht hat, kann sie nun abhängen!

Über Kruisberg und Hotond geht es zur Cote du Trieu – einem der anspruchsvollsten Abschnitte. Der letzte Anstieg des Tages ist erneut der Kluisberg – 58,8 Kilometer vor dem Ende.

Auf dem Weg nach Kuurne könnten abgehängte Gruppen wieder aufschließen – wenn man gemeinsam arbeitet und die Spitze etwas weniger investiert.
Doch der Wind spielt hier meist eine entscheidende Rolle!

In Kuurne angekommen wird das Ziel passiert und dann geht es auf eine 12,7 Kilometer lange Schlussrunde. Die Runde wurde im Vergleich zu den vergangenen Jahren ein klein wenig verändert. Am Charakter des Finales ändert sich dadurch aber nichts.

Die letzte Linkskurve kann durchaus von Bedeutung sein, hier gilt es, sich eine gute Position zu verschaffen, sollte das Rennen im Massensprint enden.

Das Finale

Das Finale von Kuurne-Brüssel-Kuurne 2026

Die Favoriten von Kuurne-Brüssel-Kuurne 2026

Viele Mannschaften nominieren mit Blick auf einen Sprint. So rückten einige endschnelle Männer ins Aufgebot. Bei Lidl-Trek beispielsweise tauscht man im Vergleich zum Omloop am Samstag fast das ganze Team aus – Jonathan Milan wird am Start stehen und ihm stellt man starke Helfer und Leadout-Fahrer an die Seite. Pascal Ackermann wird für Jayco-AlUla am Start stehen, Pavel Bittner rückt bei PicNic-PostNL ins Aufgebot, Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) startet ebenfalls und bei Pinarello Q36.5 rückt Matteo Moschetti ins Aufgebot. Bei Alpecin-PremierTech wird Mathieu van der Poel nicht starten, es rücken starke Helfer für Jasper Philipsen nach.


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Auch wenn viele Sprinter am Start stehen, es wird einige Teams geben, die alles daran setzen, nicht mit Milan und Philipsen gemeinsam auf die Zielgerade einzubiegen. Dazu zählt sicher das UAE-Team, aber auch andere Mannschaften. EF beispielsweise, auch Bahrain hat offensive Karten. Der Wind kann stets eine Rolle spielen und gut möglich, dass nur eine größere Gruppe am Ende den Sieg unter sich ausmacht. Das wahrscheinlichste Szenario jedoch bleibt ein Massensprint. Nils sagte nach dem Omloop am Samstag, die Beine seien gut und „mal schauen, was morgen geht“ :


***** Jonathan Milan
**** Philipsen
*** Magnier, Philipsen, Brennan, Bittner,
** Lund, Laporte, De Lie, Girmay, Wellens
* Pithie, De Lie, Meeus, Trentin, Abrahamsen, Mohorič, Groenewegen

Die letzten 10 Sieger

2025 Jasper Philipsen
2024 Wout Van Aert
2023 Tiesj Benoot
2022 Fabio Jakobsen
2021 Mads Pedersen
2020 Kasper Asgreen
2019 Bob Jungels
2018 Dylan Groenewegen
2017 Peter Sagan
2016 Jasper Stuyven
2015 Mark Cavendish

Start: 12:10 Uhr
Ziel: ~17:00 Uhr

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