Tadej Pogacar (Foto: © Luca Bettini/SCA /Cor Vos)

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG) hat die 20. Auflage des Neo-Klassikers Strade Bianche gewonnen. Rang zwei ging an Paul Seixas (Decathlon CMA CGM), Pogacars Teamkollege Isaac del Toro wurde Dritter.

Pogacar griff rund 80 Kilometer vor dem Ende an, zog allein davon und siegte als Solist. Im ersten Saisonrennen holte der Weltmeister den ersten Sieg und feiert den vierten Erfolg beim italienischen Schotter-Rennen. Er ist damit nun alleiniger Rekordhalter.


So lief das Rennen

Kurz nach dem Start mussten Kim Heiduk (Ineos Grenadiers), Albert Withen Philipsen (Lidl–Trek) und Robbe Dhondt (Picnic PostNL) das Rennen aufgeben. Es löste sich eine Gruppe mit Tibor Del Grosso (Alpecin-Premier Tech), Martin Marcellusi (Bardiani CSF-7 Saber), Jack Haig (Ineos Grenadiers), Patrick Konrad (Lidl-Trek), Samuele Zoccarato (MBH Bank CSB Telecom Fort), Adrien Boichis (Red Bull-Bora-hansgrohe), Anders Foldager (Jayco AlUla), Tim Rex (Visma | Lease a Bike) und Davide Toneatti (XDS Astana). Das Feld kontrollierte den Rückstand und 83 Kilometer vor dem Ende, als es in die Schlüsselstelle Monte Sante Marie ging, war das Feld wieder geschlossen.

Das UAE-Team kontrollierte das Tempo, zog dann im Schotterabschnitt das Tempo an und das Feld brach 81 Kilometer vor dem Ende komplett auseinander. Erst machte Florian Vermeersch das Tempo, dann Jan Christen und schließlich kam der Angriff von Pogacar rund 80 Kilometer vor dem Ende. Tom Pidcock ging zunächst mit, fiel dann mit technischen Problemen zurück. Pogacar löste sich, dahinter folgten Paul Seixas und Isaac del Toro. In einer nächsten Gruppe folgten Pidcock, Jorgenson und Gregoire – sie schafften den Anschluss zu Del Toro und Seixas.

Pogacar zog allein an der Spitze durch, baute seinen Vorspruing auf eineinhalb Minuten aus. Dahinter schlossen weitere Verfolger auf – dabei waren Jan Christen (UAE Team Emirates-XRG), Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Paul Lapeira (Decathlon CMA CGM), Ben Healy, Michael Valgren (EF Education-EasyPost), Clément Braz Afonso (Groupama-FDJ United), Quinn Simmons (Lidl Trek), Gianni Vermeersch (Alpecin-Premier Tech), Wout Van Aert (Visma | Lease a Bike) und Andreas Kron (Uno-X Mobility).

In der Verfolgergruppe wurde mehrfach angegriffen, so fiel die Gruppe auseinander. Jan Christen, Paul Seixas, Tom Pidcock, Matteo Jorgenson, Gianni Vermeersch, Romain Grégoire und Isaac del Toro bildeten die erste Verfolgergruppe hinter Pogacar. Seixas griff 18 Kilometer vor dem Ende erneut an und nur Del Toro konnte folgen. Pogacar holte sich souverän den Sieg, Seixas vor Del Toro auf dem Podium.

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Chabbey holt Sieg, Koch auf dem Podium

Im Rennen der Frauen fiel das Feld früh auseinander. Das Team von Demi Vollering kontrollierte an der Spitze das Geschehen. Chabbey attackierte 50 Kilometer vor dem Ende im Colle Pinzuto, Dominika Włodarczyk (UAE Team ADQ) ging mit. Das Duo setzte sich einige Meter ab. Im Tolfe-Anstieg griff Longo-Borghini an, die Gruppe der Favoritinnen dünnte sich aus. Pauline Ferrand-Prévot musste mit Defekt lange warten, auch Vollering fiel zurück. Die Gruppe der Favoritinnen holte die Spitze 40 Kilometer vor dem Ende wieder ein. Die Verfolgerinnen bogen falsch ab und so wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe schnell auf mehr mehr als zwei Minuten an.

So gingen Elise Chabbey, Franziska Koch (FDJ United-SUEZ), Kasia Niewiadoma (Canyon/SRAM zondacrypto), Magdeleine Vallieres, Noemi Rüegg (EF Education-EasyPost), Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech), Shirin Van Anrooij, Niamh Fisher-Black (Lidl-Trek), Monica Trinca Colonel (Liv AlUla Jayco), Liane Lippert (Movistar), Marianne Vos (Visma | Lease a Bike), Elisa Longo Borghini and Dominika Wlodarczyk (UAE Team ADQ) an der Spitze auf die letzten 30 Kilometer zum Ziel.

An der Spitze lösten sich Chabbey und Longo-Borghini rund 18 Kilometer vor dem Ende. Sie arbeiteten nicht zusammen, so kamen die Verfolgerinnen nochmals ran. Koch attackierte, kam aber nicht weg. Auch die nächsten Angriffe wurden neutralisiert. Im letzten Anstieg – le Tolfe – lösten sich Niewiadoma und Longo Borghini. Pieterse konnte nochmals zurückkommen.

Das Trio arbeitete an der Spitze etwas zögerlich zusammen, konnte den Vorsprung nicht sehr weit ausbauen. So schlossen die Verfolgerinnen wieder auf. Sie gingen zu siebt auf die letzten sechs Kilometer. Das Tempo wurde verschleppt und so konnte Monica Trinca Colonel nochmals aufschließen.

Am Ende holte sich Elise Chabbey (FDJ United – SUEZ) im Sprint einer kleinen Gruppe den Sieg vor Kasia Niewiadoma (CANYON//SRAM zondacrypto) und der Deutschen Franziska Koch (FDJ United – SUEZ).

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