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Vingegaard souverän

Zwei Etappensiege, Punktewertung und Bergwertung gewonnen und ein ganz souveräner Gesamtsieg mit mehr als vier Minuten Vorsprung – Jonas Vingegaard hat beim ersten Rennen der Saison geliefert. Sein Saisoneinstand hatte sich nach einem Trainingssturz verzögert, so war Paris-Nizza die erste Standortbestimung auf dem Weg zu Saisonziel Nummer 1 – dem Giro d’Italia.

Zufrieden darf man bei Visma | Lease a Bike mit dem Resultat natürlich sein, viel mehr hätte Vingegaard kaum holen können. Doch so dominant, wie das Ergebnis wirkt, war der Auftritt des Dänen nicht. Um nicht falsch verstanden zu werden – Vingegaard war der beste Fahrer im Rennen und siegte verdient, doch der große Abstand in der Gesamtwertung bildet nicht die Kräfteverhältnisse ab. Das lag am Verlauf des Rennens. Bei Vingegaards erstem Etappensieg wurde das Rennen durch einen Sturz beeinflusst – Vingegaard verblieb in der Spitzengruppe mit mehreren Red-Bull-Fahrern, rollte mit und zog am Ende davon. Der recht große Abstand am Folgetag auf Etappe fünf kam auch dadurch zustande, dass die Konkurrenz sich belauerte, um Rang zwei fuhr. Am Schlusstag dann konnte Vingegaard Lenny Martinez nicht abschütteln und musste sich im Sprint gegen den leichten Kletterer geschlagen geben.

Jonas Vingegaard
(Foto: © Cor Vos)

Vingegaard scheint im Soll, hat einen super Saisoneinstand geliefert und scheint zwei Monate vor dem Giro im Fahrplan. Wie gut er jedoch im Vergleich zur absoluten Weltspitze ist, wird sich erst in den nächsten Rennen zeigen. Pogacar, Lipowitz, Del Toro, Evenepoel, Seixas, Almeida … sie alle waren bei Paris-Nizza nicht dabei, Juan Ayuso stürzte und schied aus. Die Katalonien-Rundfahrt Ende März wird da vielleicht aufschlussreicher.


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