Alec Segaert (Bahrain – Victorious) hat das französische Eintagesrennen Grand Prix de Denain-Porte du Hainaut gewonnen. Der Belgier löste sich rund 45 Kilometer vor dem Ende aus dem Feld, bildete dann lange gemeinsam mit Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike) die Spitze des Rennens. Im letzten Kopfsteinplaster-Sektor konnte Segaert das Hinterrad von Strand Hagenes nicht halten und fuhr anschließend einige Kilometer mit knappen Abstand hinter dem Norweger. Dann aber saugte sich Segaert zweieinhalb Kilometer vor dem Ende an Strand Hagenes an, spurtete vorbei und setzte sich so allein an die Spitze. Er zog durch und holte den Sieg.
Rang zwei ging an Milan Menten (Lotto Intermarché), der den Sprint des Verfolgerfeldes vor Anthony Turgis (TotalEnergies) gewann. Rang vier ging an den Deutschen Henri Uhlig (Alpecin-Premier Tech). Strand Hagenes wurde eingeholt und durchgereicht.
„Das ist eines der schönsten Gefühle. Das ist es, warum wir Radfahren. Dieses Rennen war schon zuvor besonders für mich, ich mag es wirklich. Es nun zu gewinnen, besonders nach dem, was gestern passierte, einfach zwei verrückte Tage“, sagte Segaert überglücklich nach dem Rennen. Am Tag zuvor bei Nokere Koerse hatte er im Finale ebenfalls lange an der Spitze gelegen, wurde dann aber 100 Meter vor dem Ziel eingeholt. Nur 24 Stunden später jubelt er in Denain nach einem spektakulären Finale über den Sieg.
„Es gibt im Peloton nicht viele die auf dem Kopfsteinpflaster schneller fahren können, als Per (Strand Hagenes). Er hat es heute wieder gezeigt und war superstark, hat die meiste Arbeit gemacht. Aber in diesem Rennen muss man überlegen, wie man gewinnen kann. Er hat mich abgehängt und ich war echt am Limit. Aber ich habe den Abstand dann bei rund 20 Meter gelassen, habe gehofft, dass das Feld nicht aufschließt und er etwas einbricht. Mit letzter Kraft hab ich dann die Lücke geschlossen und angegriffen. Im Unterschied zu gestern konnte ich dann vorn bleiben“, so Segaert.
Second time lucky for Alec Segaert 😍🍀
— Cycling on TNT Sports (@cyclingontnt) March 19, 2026
24 hours after a heartbreaking Nokere Koerse, Segaert holds on for the win at GP Denain. pic.twitter.com/rKIrOTPyHP
So lief das Rennen
Zunächst bestimmten beim 200 Kilometer langen Rennen mit einigen Kopfsteinpflaster-Abschnitten Ausreißer das Rennen. Ashlin Barry (Visma | Lease a Bike), Aaron Gate und Alessio Delle Vedove (XDS-Astana), Gorka Sorarrain (Caja Rural), Cole Kessler (Modern Adventure), Nolan Huysmans (Team Flanders – Baloise), Antoine Berger & Morné Van Niekerk (St Michel – Preference Home – Auber93), Killian Théot (Van Rysel Roubaix). Viel Vorsprung gönnte das Feld ihnen aber nicht.
Knapp 64 Kilometer vor dem Ende schloss das bereits dezimierte Feld zu den Ausreißern in Sektor neun auf. Anschließend wurde mehrfach attackiert, doch erst rund 50 Kilometer vor dem Ende löste sich Per Strand Hagenes auf dem Kopfsteinpflaster. Alec Segaert sprang zu ihm nach vorn. Sie behaupteten sich zu zweit vorn. Dahinter formierte sich eine kleine Gruppe um Tibor del Grosso, Brent van Moer und Nils Politt. Diese Gruppe wurde vom dezimierten Feld wieder eingeholt und dort jagt auf die beiden Ausreißer gemacht.
Segaert fuhr lange nur zwei, drei Sekunden hinter Strand Hagenes, saugte sich dann etwas mehr als zwei Kilometer vor dem Ende an, sprintete vorbei und setzte sich an die Spitze. Strand Hagenes wurde vom Feld noch eingeholt, Segaert hingegen behauptete sich vorn und holte den Sieg.
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