
Dorian Godon (INEOS Grenadiers) hat seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Volta Ciclista a Catalunya eingefahren. Im Sprint des dezimierten Feldes setzte sich der Franzose souverän durch und holte nach dem Erfolg zum Auftakt den zweiten Tagessieg im Rennen. Rang zwei ging an Ethan Vernon (NSN Cycling), Noah Hobbs (EF Education – EasyPost) wurde Dritter.
Das Rennen endete kurios. Bei Seitenwind hatten sich im Finale Remco Evenepoel (Red Bull Bora-hansgrohe) und Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) abgesetzt. Sie lagen auch auf dem letzten Kilometer noch in Front, doch dann stürzte Evenepoel und Vingegaard wartete aufs Feld.
In der Gesamtwertung liegt Godon weiter an der Spitze. Er führt vor Evenepoel und Thomas Pidcock (Pinarello Q36.5).
Das Rennen: 160 Kilometer von Mont-roig del Camp nach Vila-seca.
Was sonst so passierte:
Es löste sich früh eine kleine Gruppe mit Reuben Thompson (Lotto-Intermarché), Baptiste Veistroffer (Lotto-Intermarché), Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma), Yago Aguirre (Euskaltel-Euskadi), Josh Burnett (Burgos Burpellet BH) und Mark Stewart (Modern Adventure Pro Cycling). Veistroffer holte sich die Bergpunkte und baute seine Führung in der Sonderwertung weiter aus. Das Feld hielt die Gruppe an der kurzen Leine.
Etwas mehr als 60 Kilometer vor dem Ende kam es im Hauptfeld zu einem Sturz. Jay Vine musste das Rennen aufgeben. Die Spitze lag zu diesem Zeitpunkt nur noch rund eine Minute voraus. In der letzten Abfahrt setzte sich das Red-Bull-Team an die Spitze und zog bei Seitenwind in der Ebene durch. So riss das Feld in mehrere Stücke. Die frühen Ausreißer wurden eingeholt.
Evenepoel está haciendo un destrozo.
— Eurosport.es (@Eurosport_ES) March 25, 2026
Vingegaard se suelda a su rueda.
🧨 Los dos grandes favoritos están reventando la etapa.#VoltaCatalunya105 pic.twitter.com/kThHoSJKQ8
Dann zog Evenepoel rund 28 Kilometer vor dem Ende an der Spitze durch und Vingegaard ging mit. Sie lösten sich zu zweit. Evenepoel machte deutlich mehr Führungsarbeit, dennoch behauptete sich das Duo bis zum letzten Kilometer vorn. Dann stürzte Evenepoel und auch Vingegaard wurde eingeholt. „Ich wollte aus dieser Situation keinen Profit schlagen und habe entschieden, aufs Feld zu warten“, sagte Vingegaard nach dem Rennen bei Eurosport.
So kam es doch zum Sprint des dezimierten Feldes und Godon setzte sich souverän durch.
Die Erkenntnisse des Tages:
- Ein verrücktes Finale! Es schien, als würden Evenepoel und Vingegaard den Sieg unter sich ausmachen, plötzlich stürzte Evenepoel. So schnell kann es gehen, glücklicherweise konnte der Belgier das Rennen beenden!
- Evenepoel war nicht glücklich mit der Fahrweise von Vingegaard. Der Däne beteiligte sich nicht konsequent an der Führungsarbeit, kommentierte es nach dem Rennen als taktische Renngestaltung. Evenepoel zog dennoch durch, obwohl Vingegaard kaum mitführte. Diese Form von Zurückhaltung von Vingegaard ist bekannt.
- Godon holt den zweiten Sieg in Katalonien – damit hat die Ineos-Mannschaft bereits 12 Saisonsiege geholt. Nur UAE hat mehr.
- Der fleißige Baptiste Veistroffer – wieder in der Ausreißergruppe, wieder viele Bergpunkte geholt. Verdient das Bergtrikot verteidigt.
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