Tadej Pogacar (Foto: © Cor Vos)

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG) hat die 110. Auflage der Ronde van Vlaanderen gewonnen. Der Slowene sorgte früh im Rennen für eine Selektion, löste sich dann etwas mehr als 50 Kilometer vor dem Ende gemeinsam mit Mathieu van der Poel. In der vorletzten Steigung hängte er auch Van der Poel und siegte nach 278 Kilometern als Solist. Mathieu van der Poel (Alpecin-PremierTech) wurde Zweiter, Rang drei ging an Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe).


Das Rennen: Inklusive Neutralisation knapp 290 Kilometer von Antwerpen nach Oudenaarde. Zunächst überwiegend flach, dann in den Flämischen Ardennen auf & ab.

Profil Flandern-Rundfahrt 2026


Was sonst so passierte:

Nach dem Start in Antwerpen dauerte es einige Kilometer, ehe sich eine Gruppe absetzen konnte. Mit dabei Silvan Dillier (Alpecin-Premier Tech), Kamil Gradek (Bahrain Victorious), Luke Lamperti (EF-EasyPost), Connor Swift (Ineos Grenadiers), Luca Van Boven (Lotto-Intermarché), Dries De Pooter (Jayco-AlUla), Julius van den Berg (Picnic-PostNL), Edoardo Zamperini (Cofidis), Frederik Frison (Pinarello-Q36.5), Eric Antonio Fagundez & Jambaljamts Sainbayar (Burgos-Burpullet BH), Victor Vercouillie (Flanders-Baloise) und Hartthijs de Vries (Unibet Rose Rockets). Im Feld machte UAE das Tempo, zunächst vor allem Mikkel Bjerg. Ein geschlossener Bahnübergang stoppte einen Teil des Feldes. Das Rennen wurde kurz neutralisiert, dann ging es weiter.


Die Spitze baute den Vorsprung schnell aus, dieser pendelte sich bei rund fünf Minuten ein. Als es 140 Kilometer vor dem Ende das erste Mal in den Oude Kwaremont ging, lag das Feld knapp fünfeinhalb Minuten zurück. In der Anfahrt zum Molenberg gab es im Feld einige Vorstöße, doch das Feld blieb zusammen. Das UAE-Team zog vor dem Molenberg das Tempo an – das Feld war langgezogen, die Spitze lag keine vier Minuten mehr voraus.

Tempoverschärfung am Molenberg – Favoritengruppe löst sich

Im Molenberg machte Florian Vermeersch das Tempo und es löste sich eine kleine Gruppe mit Tadej Pogacar, Mathieu Van der Poel, Wout van Aert, Mads Pedersen, Remco Evenepoel, Matej Mohoric, Stan Dewulf, Magnus Sheffield, Sam Watson, Gianni Vermeersch, Tim Van Dijke, Jasper Stuyven, Christophe Laporte, Matteo Trentin, Florian Vermeersch und Rick Pluimers.


Die Gruppe der Favoriten reduzierte nach und nach den Rückstand zur Spitze, 78 Kilometer vor dem Ende schlossen sie auf. Das Feld lag rund 1:20 Minuten zurück. Am Kruisberg wurde an der Spitze das Tempo forciert, Florian Vermeersch löste sich einen Moment mit Swift, doch Visma raagierte und die Gruppe schloss sich wieder zusammen.

Am Oude Kwaremont forcierte Pogacar das Tempo. Van der Poel und Van Aert folgten, auch Evenepoel blieb dran. Auf den letzten Metern des Anstiegs musste Van Aert reißen lassen. Im Paterberg wenig später musste auch Evenepoel reißen lassen. Pogacar und Van der Poel bildeten die Spitze. Dahinter schlossen sich Mads Pedersen und Wout van Aert zusammen.

Van der Poel und Pogacar blieben an der Spitze zusammen, gingen mit 20 Sekunden Vorsprung auf Evenepoel in die letzte Auffahrt zum Oude Kwaremont. Dort forcierte Pogacar das Tempo und hängte Van der Poel ab. Pogacar siegte im Solo, Van der Poel und Evenepoel komplettieren das Podium.


Das Rennen der Frauen gewann Demi Vollering (FDJ United – SUEZ) vor Pauline Ferrand-Prévot (Team Visma | Lease a Bike) und Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech).