Remco hat geliefert

(Foto: © Cor Vos)
Den ganzen Winter hatten sie auf alle Journalistenfragen zu einem möglichen Remco-Start bei der Ronde 2026 mit der Unwahrheit geantwortet. Der Start sei nicht geplant, wurde mehrfach bestätigt, selbst auf Nachfrage. Das alles, um dann am 1. April mit einem „Tataa“ um die Ecke zu kommen und einen Remco-Hype zu entfachen. So stellt man sich bei Red Bull offenbar schlaue PR vor.
Wie auch immer, auf Remco Evenepoel lastete ein enormer Druck, vor seinem Ronde-Debüt. Er hielt stand! Ganz Belgien, die ganze Radsportwelt war gespannt, wie der Belgier sich bei der Flandern-Rundfahrt schlagen würde. Eine Prognose fiel schwer, doch Fabian Wegmann sagte es bei uns im Podcast korrekt voraus und auch Tudor-DS Marcel Sieberg lag mit seiner Prognose vor Rennbeginn richtig – Podium, Rang drei! Hut ab, vor den Experten!
Es war ein brutal gutes Rennen von Evenepoel und dem gesamten Red-Bull-Team! Die Positionierung vor den ersten Schlüsselstellen klappte sehr gut, danach spielte es Evenepoel in die Karten, dass die Favoritengruppe schon 100 Kilometer vor dem Ende auf ein kleines Grüppchen geschrumpft war.
Evenepoel hielt mental stand, ließ sich auch nicht davon beirren, dass er beinahe wieder aufschließen konnte und dann Pogacar forcierte und ihn auf Distanz hielt. „Wir werden höchstwahrscheinlich wiederkommen“, sagte Teamboss Ralph Denk im CyclingMagazine-Interview nach dem Rennen. Logisch, nach solch Debüt!
Hut ab, vor Evenepoels Leistung und dem Auftritt des gesamten Teams! Ankündigungen für seine Rennteilnahmen kann man sich künftig sparen, nach dem „Aprilscherz“ in diesem Jahr. Über wilde Spekulationen „der Presse“ darf man sich künftig auch nicht mehr beschweren und auch das Thema Quellensuche könnte sich bezüglich Remco und Red Bull künftig anders gestalten. Solange Remco aber so performt, wie am Ronde-Sonntag, wird jede Kritik im Keim erstickt und werden auch sämtliche kritischen Stimmen abprallen.


