Nach den Kopfsteinpflaster-Klassikern geht es nun mit dem „Ardennen Triple“ weiter. Innerhalb einer Woche stehen drei prestigeträchtige Eintagesrennen mit hügeligem Profil an. Der Auftakt ist traditionell das „Amstel Gold Race“ in der Region Limburg. Das „Bierrennen“ wird zum 60. Mal ausgetragen – ein langes und anspruchsvolles Rennen für Punchere. Am folgenden Mittwoch geht es dann mit dem Fleche Wallonne weiter, ehe am Sonntag danach das letzte Frühjahrsmonument Lüttich-Bastogne-Lüttich ansteht.

Im Vergleich zum Monument in Lüttich ist das Amstel weniger anspruchsvoll, bietet so unterschiedlichen Fahrertypen Chancen. Das Wahrzeichen ist der Cauberg in Valkenburg – oft eine Schlüsselstelle und lange auch Ziel des Rennens. Der Parcours wurde vor wenigen Jahren deutlich verändert, der Cauberg sogar für einige Zeit aus dem Finale genommen und das Rennen so deutlich attraktiver und weniger vorhersehbar gemacht. Doch man nahm den Cauberg wieder ins Finale auf – nicht zuletzt wegen der großartigen Stimmung am Anstieg. So ist der legendäre Anstieg auch in diesem Jahr das letzte Hindernis, etwas mehr als eineinhalb Kilometer vor dem Ende.

Profil Amstel Gold Race 2026

Viele Jahre wurde der Cauberg bereits früh im Rennen angefahren, ehe es auf eine große Schleife ins Dreiländereck ging. Die erste Cauberg-Passage im Männerrennen wurde wegen des Frauenrennens gestrichen – dadurch konnte das Frauenrennen verlängert und ihr Parcours deutlich schwerer gestaltet werden. „Es war ein ziemliches Puzzle, das wir zusammensetzen mussten, aber wir sind stolz darauf, dass wir es geschafft haben. Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass die beiden Rennen nicht miteinander kollidieren, aber wir müssen zum Beispiel auch die Anzahl der Passagen in Valkenburg und die Live-Übertragung im Fernsehen berücksichtigen. Deshalb starten die Frauen früher als die Männer“, erklärte damals Renndirektor Leo van Vliet damals die Veränderung. Viele Jahre absolvierten die Frauen rund 120 Kilometer, nun 158 Kilometer von Maastricht nach Valkenburg.


Die Vorschau wird präsentiert von: Q36.5

 

Die Strecke

Karte Amstel Gold Race 2026

Der Parcours der Männer wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr nur geringfügig verändert. Auch 2026 geht’s ins Maastricht los, dann zunächst nordwärts und in einer Schleifen nach Osten, dann wieder gen Maastricht. In unterschiedlichen Schleifen geht es durch die Region, in denen das Ziel mehrfach durchfahren wird. Lediglich in der ersten großen Schleife nach dem Start wurde die Strecke verändert, geht es nicht über den Adstreeg, sondern direkt zum Bergseweg.

In der ersten Schleife wird der Cauberg weggelassen – südlich geht es über Gulpen in Richtung Maastricht. Zu diesem Zeitpunkt gehen die Frauen in ihr Finale.

Danach geht es auf einer großen Schleife ins Dreiländereck – dabei sogar ein kleines Stück durch Belgien und ganz nah an die Grenze zu Deutschland.

Dann geht es über Gulpen und Hulst nach Valkenburg. Erst nach 173 Kilometern geht es das erste Mal den Cauberg hinauf. Genau 82,7 Kilometer vor dem Ende wird dann das Ziel erstmals passiert und es geht auf die zweite Schleife.

Über Geulhemmerberg, Keederberg und Bemelerberg fährt das Peloton wieder gen Süden zum Loorberg und anschließend über den Gulpenberg zurück gen Norden. Wenig später beginnt die finale Phase des Rennens.

Nach Loorberg und Gulpenberg geht es dann ab dem Kruisberg (42,5 km vor dem Ende) mit Anstiegen Schlag auf Schlag. Innerhalb von 10 Kilometern warten mit Kruisberg, Eijserbosweg, Fromberg und dem gefürchteten Keutenberg gleich vier steile Anstiege. Durchaus möglich, dass hier bereits eine Vorentscheidung fällt.

Nach dem Keutenberg führt die Strecke auf einem windanfälligen Höhenzug entlang in Richtung Cauberg. Dieser wird dann 21,6 km vor dem Ende zum vorletzten Mal erklommen.

Dann geht es auf die kleine Schlussschleife mit Geulhemmerberg und Bemelerberg – dann wieder an den Fuß des Cauberg. Vom Gipfel sind es dann nur noch rund 1700 Meter bis ins Ziel.

Die Favoriten

Superstar Tadej Pogacar fehlt zwar, doch abgesehen davon ist es das erwartete Top-Startfeld. Titelverteidiger Mattias Skjelmose ist mit der Nummer 1 am Start – er ist im Peloton der einzige Fahrer, der das Rennen bereits gewinnen konnte. Einer der Top-Favoriten ist sicher Remco Evenepoel – im vergangenen Jahr bei seiner Amstelpremiere Dritter. Romain Grégoire ist ebenfalls zu nennen, ist in guter Form und das Rennen liegt ihm. Das gilt auch für das Schweizer Duo Mauro Schmid und Marc Hirschi. Schmid ist in guter Form, bei Hirschi muss man abwarten, wie stark er wirklich ist.

Ein heißer Kandidat für ein Top-Ergebnis ist Paul Lapeira. Doch seit Mailand-Sanremo ist der Franzose kein Rennen mehr gefahren. Man muss abwarten, wie stark er wirklich ist.

Dorian Godon ist sehr endschnell, aber das Rennen vielleicht ein bisschen zu schwer für ihn. Bei Matteo Jorgenson muss man abwarten, wie gut er bei diesem hektischen Rennen zurechtkommt. Kévin Vauquelin sollte man auch nicht außer Acht lassen, das gilt auch für Altmeister Julian Alaphilippe. Tibor Del Grosso gibt sein Debüt, man darf gespannt sein, wie gut er zurechtkommt. Maximilian Schachmann stand beim Amstel schon auf dem Podium, seine Form scheint trotz nicht optimaler Vorbereitung ansprechend zu sein.

***** Remco Evenepoel
**** Gregoire, Vauquelin, Schmid
*** Lapeira, Skjelmose, Cosnefroy
** Jorgenson, Simmons, Baudin, Del Grosso
* Godon, Aranburu, Madouas, Hirschi, Laurance

Start: 11:10 Uhr
Ziel: ~17 Uhr

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Die Frauen absolvieren 157 Kilometer. Auch sie legen unterschiedliche Schleifen durch die Region zurück, mit dem Finale am Cauberg.

Strecke Amstel Gold Race Frauen 2026