
Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) hat das 60. Amstel Gold Race gewonnen. Der Belgier setzte sich nach 257 Kilometern im Zweiersprint gegen Titelverteidiger Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) durch. Dritter wurde Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates), er gewann den Sprint der Verfolgergruppe.
Remco Evenepoel rondt het af in stijl! 👏
— Amstel Gold Race (@Amstelgoldrace) April 19, 2026
Ice cold finish from Remco Evenepoel! 👏#AGR26 #FLCS pic.twitter.com/f0Op0VJTFR
Das Rennen: Satte 257 Kilometer, viele giftige Anstiege und in Summe mehr als 3600 Höhenmeter.

So lief das Rennen:
Die frühe Ausreißergruppe bildeten Huub Artz (Lotto-Intermarché), Filip Maciejuk (Movistar), Marco Frigo (NSN Cycling), Warren Barguil (Picnic-PostNL), Xabier Mikel Azparren (Pinarello-Q36.5), Joseba Lopez (Caja Rural-Seguros RGA), Siebe Deweirdt (Flanders-Baloise), Valentin Retailleau (TotalEnergies), Abram Stockman (Unibet Rose Rockets). Das Feld ließ sie zunächst ziehen – schnell lagen sie mehr als vier Minuten voraus. Mehr als knapp fünf Minuten Vorsprung gönnte das Feld den Ausreißer aber nicht.
Nach und nach reduzierte das Feld den Rückstand – 100 Kilometer vor dem Ende lag die Spitze nur etwas mehr als eineinhalb Minuten voraus. Wenig später gab es im Feld den ersten Vorstoß – aber schnell wurde er neutralisiert. Die Spitze fiel in der ersten Cauberg-Auffahrt (rund 80 Kilometer vor dem Ende) auseinander. Wenig später ging es das erste Mal über die Ziellinie – dort lag das Feld nur noch rund eine Minute hinter der Spitze.
Artz, Frigo und Azparren verblieben als Trio an der Spitze, rund 60 Kilometer vor dem Ende fiel auch Azparren zurück. Aus dem Feld löste sich Pepijn Reinderink und fuhr einige Zeit zwischen den Gruppen.
In den Gulperberg ging die Spitze mit knapp einer Minute Vorsprung – Frigo ließ dann auch Artz stehen. Im Feld machte weiter das Red-Bull-Team das Tempo.
Im Kruisberg (42 Kilometer vor dem Ende) setzte Gregoire seine Attacke. Evenepoel, Skjelmose, Vauquelin, Jorgenson gingen mit, sie holten schnell Artz ein. Doch dann rutschte Vauquelin weg und Jorgenson und Artz stürzten drüber. So verblieben nur noch Evenepoel, Gregoire und Skjelmose in der Verfolgergruppe. Etwa 36 Kilometer vor dem Ende schlossen sie dann zu Spitzenreiter Frigo auf. Wenig später am Keutenberg musste Frigo das Trio ziehen lassen.
Das Spitzentrio arbeitete gut zusammen, dahinter lag eine Gruppe mit Alex Baudin, Albert Withen Philipsen, Benoît Cosnefroy, Mauri Vansevenant. Am Cauberg konnte Mauro Schmid nochmals zur Verfolgergruppe aufschließen. Vorn musste Gregoire Skjelmose und Evenepoel ziehen lassen.
Am Ende kam es zum Sprint zwischen Evenepoel und Skjelmose und der Belgier setzte sich durch. Den Sprint der Verfolger um Rang drei gewann Cosnefroy. Bester Deutscher war Georg Zimmermann auf Rang 29.
Das Rennen der Frauen gewann Paula Blasi (UAE Team ADQ). Sie siegte nach 158 Kilometern von Maastricht nach Valkenburg als Solistin. Zweite wurde Kasia Niewiadoma (CANYON//SRAM zondacrypto), die sich im Zweiersprint knapp vor Demi Vollering (FDJ United – SUEZ) durchsetzte.
Nachdem das Feld lange geschlossen geblieben war, wurde auf den letzten 30 Kilometern das Finale eröffnet und immer wieder attackiert. Zunächst wurde jeder Angriff neutralisiert, dann griff Nienke Vinke an und Paula Blasi setzte nach. Wenig später schüttelte Blasi ihre Begleiterin ab und zog davon. Vinke wurde in der letzten Auffahrt zum Cauberg eingeholt, dort lösten sich Vollering und Kasia Niewiadoma aus der Verfolgergruppe. Blasi siegte am Ende mit fast 30 Sekunden Vorsprung, Niewiadoma bezwang Vollering im Sprint um Platz zwei.
Paula Blasi overleeft de Cauberg en soleert naar haar eerste zege in de Amstel Gold Race! đź’Ą
— Amstel Gold Race (@Amstelgoldrace) April 19, 2026
Paula Blasi survives the Cauberg and solos to her first victory in the Amstel Gold Race! đź’Ą#AGR26 #FLCS pic.twitter.com/8AxagfSAVx

