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Amstel durchgespielt

Evenepoel stets gut beschützt
(Foto: © Cor Vos)

Remco Evenepoel war als Topfavorit ins Rennen gegangen und er holte sich am Ende auch verdient den Sieg. Im Finale war nur noch Mattias Skjelmose als Kontrahent geblieben und Evenepoel setzte sich im Sprint ganz souverän durch. Ein großer Erfolg für den Belgier und sein Team. Sie lieferten ein nahezu perfektes Rennen, waren stets in Position – Amstel perfekt durchgespielt.

Dass Red Bull-Bora-hansgrohe die Verantwortung fürs Rennen übertragen bekommt, dürfte allen vorher klar gewesen sein. Sie nahmen das an und kontrollierten das Rennen. Wie üblich lobte der Tagessieger seine Mannschaft, doch dieses war mehr als berechtigt. Der Plan wurde nahezu perfekt umgesetzt.

Zunächst kontrollierten Danny van Poppel und Tim Van Dijke das Rennen und hielten die Gruppe in Reichweite – Evenpoels explizites Lob im Siegerinterview war durchaus berechtigt. Dann übernahm Nico Denz seinen Job im „Vor-Finale“. Ein wichtiger Abschnitt war die Anfahrt in Richtung Cauberg nach der großen Schleife zum Dreiländereck. Denn in diesem Abschnitt ging es über viele kleine Straßen, musste man viel Energie investieren, war man nicht ganz vorn. Zudem gab es mehrfach Risse im Feld und einige Stürze beim Positionskampf. Denz schraubte von vorn im Feld und Evenepoel saß wohlbehütet in einer der ersten 10 Positionen, perfekt positioniert. Nachdem Denz seinen Job herausragend erledigt hatte, blieben noch Etxeberria, Vermeersch und Tratnik als Helfer fürs Finale. Vor allem Vermeersch und Tratnik brachten Evenepoel vorn in die Schlüsselstellen – erst am Gulperberg, dann noch in der Anfahrt zum Kruisberg.

Danach musste es Evenepoel dann selbst regeln. Und auch er machte seinen Job exzellent. Keine wilde Aktion um Skjelmose irgendwie mit der Brechstange vom Hinterrad zu bekommen, keine Theatralik, kein Spektakel. Einfach die Karten ausspielen – Kontrolle behalten und dann am Ende im Sprint die Explosivität nutzen. Evenepoel sicherte sich clever Position zwei für den Sprint und siegte dann ganz souverän.

Ein taktisch und mannschaftlich exzellentes Rennen brachte den Sieg. Nun kann Evenepoel auch das Amstel Gold Race von seiner Liste nehmen und startet perfekt in die Ardennen-Woche.


Die Erkenntnisse werden präsentiert von: CyclusTools

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