Tadej Pogacar (Foto: © Cor Vos)

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG) hat die vierte Etappe der Tour de Romandie gewonnen und seinen dritten Etappensieg eingefahren. Er löste sich in der letzten Steigung und siegte als Solist. Rang zwei ging an Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe), der bergauf nach Pogacars erstem Angriff als einziger Fahrer folgen konnte, dann aber kurz vor der Bergwertung doch reißen lassen musste. Dritter wurde Pablo Castrillo (Movistar), der sich kurz vor dem Ziel aus der größeren Verfolgergruppe lösen konnte.

Pogacar baut den Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Liegt nun 35 Sekunden vor Lipowitz. Der Gesamtdritte Lenny Martinez hat nun bereits fast zweieinhalb Minuten Rückstand auf Pogacar.

Das Rennen:

Profil 4. EtappeTour de Romandie 2026

Was sonst so passierte:

In der Gruppe des Tages waren einige starke Fahrer. Primož Roglič (Red Bull – BORA – hansgrohe), Michael Leonard (EF Education – EasyPost), Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step), Louis Vervaeke (Soudal Quick-Step) und Roland Thalmann (Tudor Pro Cycling). Zwischenzeitlich gehörten auch Alexy Faure Prost (Team Picnic PostNL) und Andrew August (INEOS Grenadiers) zur Spitze, konnten aber nicht folgen.

Das UAE Team kontrollierte den Rückstand. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs auf rund drei Minuten, schmolz dann aber wieder zusammen. Im vorletzten Anstieg, hinauf zum Saanenmöser Pass, fiel die Spitze auseinander. Roglic, Vervaeke, Paret-Peintre und Leonhard behaupteten sich vorn.

In die letzte Steigung ging die Spitze noch mit rund einer Minute Vorsprung. Roglic und Paret-Peintre lösten sich. Rund drei Kilometer vor dem Gipfel griff Pogacar an, nur Lipowitz konnte dranbleiben. Die Ausreißer wurden eingeholt und durchgereicht. Einen Kilometer vor der Bergwertung hängte Pogacar auch Lipowitz ab.

Pogacar baute seinen Vorsprung auf rund 20 Sekunden aus, dahinter fiuhr eine Gruppe um Nordhagen, Martinez, Plapp, Higuita, Voisard, Cepeda, Quintana und Rodriguez. Ineos-Kapitän Rodriguez stürzte in der Abfahrt und fiel zurück. Zur Verfolgergruppe konnten noch weitere Fahrer aufschließen. Pogacar siegte als Solist, Lipwoitz wurde Zweiter.

Die Erkenntnisse des Rennens:

  • Pogacar macht einfach weiter. Sieg Nummer drei, erneut souverän.
  • Pablo Castrillo mit einem starken Rennen und Rang drei – nach Sturz und Hüftverletzung bei Paris-Nizza ist er nun zurück!
  • Lipowitz konnte lange an Pogacars Rad bleiben, doch der Weltmeister wollte ihn unbedingt abschütteln und die Attacke kurz vor dem Gipfel war zu viel für Lipowitz. Dennoch ein gutes Rennen des Red-Bull-Kapitäns, der nach einem sehr ordentlichen Frühjahr auch in der Romandie glänzt, bevor er eine Pause einlegt.
  • Carlos Rodriguez zieht sich bei seinem Sturz viele Abschürfungen zu. Das sah sicher nicht nur schmerzhaft aus. Hoffentlich kann er am Sonntag antreten.
  • Astana mal wieder mit starker Mannschaftsleistung. Drei Fahrer in den Top11 und nun mit drei Mann in den Top10 der Gesamtwertung. Da winken reichlich UCI-Punkte.

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