Profil 1. Etappe Giro 2026 (© RCS)

Los geht’s, der 109. Giro d’Italia startet am Freitag mit der 1. Etappe über 147 Kilometer von Nessebar nach Burgas. Wie üblich bei einem Auslandsstart beginnt das Rennen nicht samstags, sondern einen Tag eher. Denn am Montag wird bereits der nötige Ruhetag eingelegt, an dem der Tross von Bulgarien nach Italien verlegt. So bleibt es insgesamt bei 21 Renntagen und die Schlussetappe fällt auf einen Sonntag.

In diesem Jahr beginnt die Italien-Rundfahrt mit drei Etappen in Bulgarien. Die erste Etappe ist flach und ideal für die Sprinter. Dem ersten Tagessieger winkt zudem das Rosa Trikot – der beste Sprinter wird also doppelt belohnt. Das gesamte Peloton ist frisch, alle sind topmotiviert.


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Die Klassementfahrer wollen einfach nur ohne Zeitverlust und sicher das Ziel erreichen. Sie werden von ihren Helfern im Finale vorn gehalten. Die Sturzzone wurde auf 5 Kilometer ausgeweitet – wer in diesem Bereich einen technischen Defekt hat oder durch Sturz aufgehalten wird, bekommt die Zeit der Gruppe, der er zum Zeitpunkt des Zwischenfalls angehörte. Auch wurde der benötigte Abstand zwischen Fahrern, damit sie bei der Zieldurchfahrt als neue Gruppe gewertet werden, auf drei Sekunden gesetzt. So können also die Klassementfahrer den Sprintern das Finale überlassen und sich aus der Spitze des Feldes zurückziehen. Das soll das Gedränge reduzieren und das zu erwartende Sprintfinale ungefährlicher machen.

Eine Bergwertung (sie wird zwei Mal „erklommen“) hat das Rennen auch, so wird es einen Führenden in der Bergwertung geben, der dann am Samstag im Bergtrikot auf die zweite Etappe geht.


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Die Strecke der 1. Etappe des Giro 2026

Es geht von Nessebar nach Burgas, größtenteils entlang der Küste – die Fahrer sammeln etwa 1000 Höhenmeter. Nach dem Start geht’s gen Süden, durch den Zielort und noch einige Kilometer weiter. Eine kleine 22-Kilometer-Runde wird zwei Mal gefahren – dort gibt es jeweils in Cape Agalina eine Bergwertung. Auch Zwischensprint und Red-Bull-Kilometer werden dort ausgetragen. Auf dieser Runde ist die Straße gen Süden breit, der Rückweg dann entlang der Küste und vorbei an Urlaubs-Hotelanlagen auf schmalerer Straße.

Ist die kleine Runde das zweite Mal absolviert, geht es wieder gen Norden zum Zielort Burgas. Das Finale ist wenig kompliziert, zum Ziel geht es ganz leicht bergan.

Finale der 1. Etappe des Giro 2026

Sprintwertungen:
Red Bull Sprint: km 114.7
Traguardi Volanti / Intermediate Sprints km 90 – Sozopol

Bergwertungen:
km 84.3 – Cape Agalina – m 42 (4ª cat.)
km 106.4 – Cape Agalina – m 42 (4ª cat.)

Die Favoriten

Diese Etappe ist ideales Terrain für die Sprinter. Alles andere als ein Massensprint wäre eine große Überraschung. Im Ziel winkt neben dem Tagessieg das Rosa Trikot – die Motivation ist bei allen Sprintern immens.

Der schnellste Mann im Feld ist wohl Jonathan Milan. Er hat starke Helfer an seiner Seite, ein Leadout mit Max Walscheid und Simone Consonni. Ihr Zusammenspiel klappte in diesem Jahr nicht immer perfekt, dennoch war Milan bislang sehr erfolgreich. Zum Auftakt Rosa holen, ist sicher ein ganz großer Traum des Italieners. Doch die Konkurrenz ist stark! Paul Magnier, Andreas Lund, Dylan Groenewegen, Arnaud De Lie, Kaden Groves, Matteo Moschetti, Pascal Ackermann, Matteo Malucelli, Casper van Uden, Etahn Vernon … sie alle sind am Start.

Das Leadout-Team wird von großer Bedeutung sein, die Position für den Sprint auch. Die letzten eineinhalb Kilometer geht es leicht bergab – vom Teufelslappen bis zur 500-Meter-Marke mit rund 2%. Danach dann nur noch minimal ansteigend zur Linie.

***** Jonathan Milan
**** Groenewegen, Magnier
*** Lund, Malucelli
** Vernon, Groves, De Lie
* Ackermann, Blikra, Moschetti, Turner, Aular, Penhoët Van Uden, Lonardi

Start: 13:50 Uhr*
Ziel: ~17:10 Uhr*

  • *lokale Zeit, Bulgarien ist 1h voraus

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