Guillermo Thomas Silva (Foto: © Cor Vos)

Guillermo Thomas Silva (XDS Astana) hat die zweite Etappe des 109. Giro d’Italia gewonnen. Der 24-jährige Uruguayer setzte sich im Sprint der Spitzengruppe knapp vor Florian Stork (Tudor Pro Cycling) durch. Dritter wurde Giulio Ciccone (Lidl – Trek).

Silva holt mit dem Etappensieg auch das Rosa Trikot. Er führt in der Gesamtwertung vor Stork und Egan Bernal (Netcompany INEOS).

„Ich bin überglücklich. Dies ist erst die zweite Etappe meines ersten Giro d’Italia – und ich bin der Sieger. Das kam etwas unerwartet. Ich bin sprachlos“, so Silva. „Ich wusste, dass ich in guter Form angereist war, aber mir war auch bewusst, wie schwer es ist, eine Etappe einer Grand Tour zu gewinnen. Dieser Sieg schon in den ersten Tagen wird uns viel Gelassenheit verleihen“, so Silva und bedankte sich bei den Kollegen.

„Das Finale war hart, aber ich konnte mich dank Christian Scaroni ganz vorne behaupten. Ich selbst musste einfach nur die Ruhe bewahren und den Sprint im richtigen Moment eröffnen, um diesen riesigen Sieg für mich einzufahren. Ich muss meinem Team ein großes Dankeschön aussprechen. Für mich persönlich ist das das absolute Maximum, das ich mir erhoffen konnte“, so der Tagessieger.


Das Rennen: 221 Kilometer Burgas nach Veliko Tarnovo

Profil 2. Etappe Giro 2026
(© RCS)

Was sonst so passierte:

Nicht an den Start ging Matteo Moschetti (Pinarello Q36.5 Pro Cycling). Er hatte beim Sturz am Freitag eine Gehirnerschütterung erlitten und musste leider aufgeben. Direkt nach dem scharfen Start griffen Mirco Maestri (Team Polti VisitMalta) und sein Teamkollege Diego Pablo Sevilla an. Schnell fuhren sie fünf Minuten voraus. Im Feld machte Ryan Mullen (NSN Cycling) lange Zeit das Tempo, hielt den Abstand bei rund fünf Minuten.

Die Sprintwertung holte Sevilla, auch die beiden Bergwertungen gewann der Spanier und baute seinen Vorsprung in der Sonderwertung aus. Das Feld kontrollierte den Rückstand und schloss nach und nach die Lücke zu den Ausreißern. Diese waren rund 25 Kilometer vor dem Ende eingeholt.

Rund 23 Kilometer vor dem Ende kam es zu einem Massensturz im Feld. Die Jury neutralisierte das Rennen für einige Kilometer. Etwa 18 Kilometer vor dem Ziel wurde das Rennen wieder freigegeben. Beim „Red Bull km“ sicherte sich Bernal die sechs Bonussekunden.

Bergauf machte das Visma-Team das Tempo, dann kam der Angriff von Jonas Vingegaard. Nur Giulio Pellizzari und Lennert Van Eetvelt (Lotto Intermarché) konnten folgen. Doch die Verfolgergruppe schloss die Lücke und so kam es am Ende zum Sprint einer rund 30 Fahrer großen Gruppe. Silva schrieb Geschichte – der erste Etappensieg eines Uruguayer bei der Italien-Rundfahrt.

Die Wertungstrikots:
Rosa: Thomas Silva
Ciclamino: Paul Magnier
Azzurra: Diego Sevilla
Weiß: Thomas Silva

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