
Es ist der letzte Tag in Bulgarien, bevor am Montag der erste Ruhtag ansteht und das Rennen am Dienstag in Italien weitergeht. Die 3. Etappe des Giro 2026 führt von Plovdiv in die Hauptstadt Sofia. 175 Kilometer mit rund 1500 Höhenmetern. Eine gute Chance für die Top-Sprinter im Rennen.
Eine Bergwertung hat die Etappe, der Borovets Pass ist lang und als Berg der zweiten Kategorie eingestuft. Doch vom Gipfel sind es noch mehr als 70 Kilometer bis ins Ziel. Die Sprinterteams werden sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen und alles daran setzen, für einen Massensprint zu sorgen.
Für die Klassementfahrer geht es vor allem darum, ohne Zeitverlust und sturzfrei das Ziel zu erreichen. Die 3-Kilometer-Regel gilt, so können sich die Klassementfahrer im Finale zurückhalten und den Sprintern Platz machen.
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Die Strecke der 3. Etappe des Giro 2026

Nach dem Start in Plodiv geht es gen Westen. Zunächst flach, dann leicht ansteigend. Die Sprintwertung wird nach 85 Kilometern abgenommen, danach beginnt dann die Steigung zur einzigen Bergwertung des Tages. Vom Gipfel des Borovets Pass sind es noch mehr als 70 Kilometer bis ins Ziel – den Sprinterteams bleibt ausreichend Zeit, zurückzukommen, sollte ein Sprinter doch Probleme bekommen.
Das Finale der Etappe ist wenig kompliziert. Die Zielgerade ist lang – 200 m vor dem Ende knickt sie ganz leicht nach links weg. Zum Ziel geht es minimal bergan. Ideal für einen Massensprint.

(Foto: © RCS)
Bergwertungen:
km 103.2 – Borovets Pass – m 1334 (2ª cat.)
Sprintwertungen:
Red Bull: km 162.0
Intermediate Sprints: km 85.8 – Dolna Banja
Die Favoriten
Es sind die Top-Sprinter, die in Sofia zu den Favoriten zählen. Den Auftakt gewann Paul Magnier, er kann ohne Druck ins Rennen gehen. Lidl-Trek möchte mit Jonathan Milan gern zuschlagen und wird diese Chance unbedingt nutzen wollen. Ein paar endschnelle Männer kamen bereits zu Fall oder sind gesundheitlich angeschlagen. Matteo Moschetti beispielsweise musste das Rennen am ersten Tag nach Sturz aufgeben. Dylan Groenewegen stürzte am ersten Tag ebenfalls, scheint aber soweit ok zu sein. Erlend Blikra hingegen hat großflächige Abschürfungen davongetragen und wird das sicher merken. Ähnlich ist es bei Kaden Groves, der auch zu den Sturzopfern am ersten Tag zählte. Andrea Vendrame musste das Rennen aufgeben, nachdem er am Samstag in den Massensturz verwickelt war.
Beim Finale in Sofia wird das Leadout eine große Rolle spielen. Im richtigen Moment vorn sein, das Timing für den Sprint, natürlich die reine Power – es wird auf mehrere Dinge ankommen. Auf dem Papier ist Milan der schnellste Mann und sein Leadout sehr stark, doch bislang klappte es in der Sprintvorbereitung nicht. Das zieht sich schon ein wenig durch die gesamte Saison. Dennoch ist Milan der Top-Favorit auf den Sieg in Sofia.
***** Jonathan Milan
**** Paul Magnier
*** Lund, Groenewegen, Van Uden
** Groves, Turner, Ackermann, Aular, Mihkels
* Malucelli, Vernon, Penhoët, Strong, Menten, Lonardi
Start: 13:05 Uhr *
Ziel: ~17:05 Uhr*


