Nach dem ersten Ruhetag geht es mit der 4. Etappe des 109. Giro d’Italia in Italien weiter. Nur 138 Kilometer ist die Etappe lang, führt von Catanzaro nach Cosenza. Rund 1600 Höhenmeter müssen bewältigt werden – die meisten davon beim langen Anstieg des Tages, der knapp 60 Kilometer vor dem Ende beginnt. Es ist kein Monsterberg, aber es geht lange bergan. Mehr als 14 Kilometer mit fast 6%. Wird das Tempo hier hochgehalten, können einige Sprinter Probleme bekommen! Vom Gipfel sind es zwar noch mehr als 40 Kilometer bis zum Ziel, doch wird an der Spitze gut zusammengearbeitet, haben es die Verfolger sicher schwer, zurückzukommen.
In Rosa ist weiterhin Guillermo Thomas Silva vom Team XDS Astana, er hatte mit dem Sieg am zweiten Renntag die Gesamtführung erobert. Der Mann aus Uruguay hat gute Chancen, Rosa zu verteidigen, auch wenn ihm die Konkurrenz im Nacken sitzt. Für die Klassementfahrer geht es darum, ohne Zeitverlust gut durchzukommen. Sie sind am Mittwoch vielleicht schon mehr gefordert, dann geht es über einen knackigen Anstieg und mehr als 3800 Höhenmeter.
Auch wenn diese 4. Etappe topografisch nicht sehr anspruchsvoll ist, es könnte dennoch hektisch werden. Denn der Wind könnte durchaus eine Rolle spielen. Es geht entlang der Küste und die Prognose zeigt durchaus Windgeschwindigkeiten von fast 20 km/h! Das könnte zumindest reichen, um für Stress im Feld zu sorgen.
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Die Strecke der 4. Etappe des Giro 2026

Das Peloton ist in Süditalien angekommen. Es geht von Catanzaro gen Westen an die Küste. Dort dann die Küstenstraße entlang gen Norden. Hier droht Wind schräg von vorn links. Das kann durchaus ungemütlich werden. Nach 80 Kilometern geht es rechts weg und dann beginnt die lange Steigung des Tages. Dieser Cozzo Tunno ist kein Monsterberg, aber doch sehr lang! 14,5 Kilometer mit 5,9% im Schnitt – als Kategorie 2 eingestuft. Anschließend geht es wellig weiter, dann folgt die lange, kurz unterbrochene Abfahrt in Richtung Etappenziel.
Die letzten 14 Kilometer geht es gen Süden – der Wind kommt hier wieder von der Seite. Allerdings scheint die Gefahr von Windstaffeln in diesem Abschnitt nicht ganz so groß. Im Finale gibt es einige Kurven und zum Ziel geht es leicht bergan – hier ist Position, Power und Timing gefragt.

Bergwertungen:
km 95 – Cozzo Tunno – m 921 (2ª cat.)
Sprintwertungen:
Red Bull km km 126.4
Intermediate Sprints km 80.5 – San Lucido
Die Favoriten
Es ist eine Sprinteretappe, aber der lange Anstieg zu Beginn des Schlussdrittels der Etappe macht es nicht leicht, für die Sprintspezialisten. Möchten die bergfesten Sprinter die schweren Jungs abhängen, haben sie hier die Möglichkeit dazu. Das Alpecin-Team könnte mit Kaden Groves auf solche Gedanken kommen, doch Groves war in einen Sturz verwickelt und ist möglicherweise noch nicht wieder in der Verfassung für solche Aktion. NSN hätte das Personal für eine konzentrierte Aktion am langen Anstieg um die Top-Sprinter abzuhängen, mit Strong und Stewart bergfeste Fahrer mit reichlich Endschnelligkeit. Auch das Decathlon Team mit dem endschnellen Lund, der bergauf auch längere Zeit sehr solide klettert, könnte sich Gedanken über eine Aktion machen. Zumindest Fahrer wie Groenewegen und Milan ließen sich sicher in Schwierigkeiten bringen. Doch der lange Weg bis ins Ziel würde große Anstrengungen brauchen, um die Verfolger auf Distanz zu halten. Hier gilt es den Energieeinsatz abzuwägen.
***** –
**** Tobias Lund
*** Strong, Turner, Ganna
** Aular, Morgado, Silva, Magnier, Kubiš
* Zambanini, Scaroni, Stork, Gualdi, Raccagni Noviero
Start: 13:40 Uhr
Ziel: ~17 Uhr
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