
Igor Arrieta (UAE Team Emirates – XRG) hat die 5. Etappe der 109. Italien-Rundfahrt gewonnen. Der 23-jährige Spanier gehörte zur Ausreißergruppe des Tages und siegte am Ende vor seinem Fluchtbegleiter Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious). Eulálio übernimmt mit Rang zwei die Gesamtführung des Giro d’Italia.
Das Finale der Etappe war spektakulär und dramatisch. Gemeinsam hatten sich Eulálio und Arrieta weit vor dem Ziel aus der Ausreißergruppe des Tages abgesetzt, fuhren viele Kilometer an der Spitze. In der letzten Abfahrt stürzte zunächst Arrieta und fiel zurück. Dann stürzte auch Eulálio und Arrieta schloss wieder auf. Kurz vor dem Ziel verpasste Arrieta eine Kurve und fiel erneut zurück. Erst auf der Zielgeraden konnte er wieder zu Eulálio aufschließen und setzte sich im Sprint durch.
Tagesdritter wurde Guillermo Thomas Silva (XDS Astana). Das Hauptfeld mit den Favoriten auf den Gesamtsieg erreichte mehr als sieben Minuten nach dem Tagessieger das Ziel. So liegt Eulálio in der Gesamtwertung nun rund drei Minuten vor Arrieta. Gesamtdritter ist Christian Scaroni (XDS Astana). Top-Favorit Jonas Vingegaard hat mehr als sechs Minuten Rückstand auf Eulálio.
Das Rennen: 203 Kilometer von Praia a Mare nach Potenza. Bei strömendem Regen ein besonders harter Tag.

(© RCS)
Was sonst so passierte:
Milan Menten trat nicht zum Rennen an. Nach dem scharfen Start wurde angegriffen. Es regnete in Strömen und an einigen Stellen stand viel Wasser auf der Straße. Es lösten sich immer wieder Gruppen auch Giulio Ciccone zeigte sich offensiv. Doch zunächst konnte sich keine Gruppe absetzen. Zwischenzeitlich hatte sich das Feld auf eine kleine Gruppe mit den Klassementfahrern ausgedünnt. Vor der Bergwertung formierte sich dann nach dem Angriff von Rubio und Silva eine Fluchtgruppe: Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious), Einer Rubio (Movistar), Guillermo Thomas Silva (XDS Astana) und auch Victor Campenaerts (Team Visma | Lease a Bike). Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step) setzte nach und schloss nach der Abfahrt zur Spitze auf.
Der Abstand blieb recht klein und es sprangen noch weitere Fahrer nach vorn. Darren Rafferty (EF Education – EasyPost) machte sich allein auf den Weg nach vorn. Erst nach einigen Kilometern konnte er aufschließen.
So lagen schließlich 13 Fahrer an der Spitze: Afonso Eulálio (Bahrain Victorious), Manuele Tarozzi (Bardiani CSF 7 Saber), Lorenzo Milesi, Einer Rubio (Movistar), Ben Turner (Netcompany Ineos), Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step), Victor Campenaerts (Visma | Lease a Bike), Igor Arrieta, Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates-XRG), Martin Tjøtta (Uno-X Mobility), Christian Scaroni, Thomas Silva (XDS Astana) und Darren Rafferty (EF Education – EasyPost). Rubio lag vor der Etappe nur 10 Sekunden hinter dem Rosa Trikot.
Im Feld machte lange Lidl-Trek das Tempo. Dann übernahm rund 75 Kilometer vor dem Ende Red Bull-Bora-hansgrohe im Feld.
Rund 60 Kilometer vor dem Ende setzte Arrieta den ersten Angriff an der Spitze. Eulálio setzte nach und sie bildeten gemeinsam die Spitze. Den Gipfel der letzten Bergwertung erreichten sie rund zwei Minuten vor dem dezimierten Feld. Dort machte weiter das Red-Bull-Team das Tempo.
Das Red Bull Team nahm den Fuß vom Gas, das nutzten Andrea Raccagni Noviero (Soudal Quick-Step), Koen Bouwman (Team Jayco AlUla) und Johannes Kulset (Uno-X Mobility) zum Angriff. Das Feld ließ sie ziehen und der Rückstand zur Spitze wuchs immer weiter.
Im dramatischen Finale stürzten dann die beiden Spitzenreiter nacheinander und Arrieta verpasste eine Kurve – holte dennoch den Sieg. Das Feld erreichte mehr als sieben Minuten nach der Spitze das Ziel.
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