Drama und leere Beine – „Er kann auch nicht schneller als ich“

(Foto: © Cor Vos)
„Es war verrückt, auch wegen des Wetters. In der langen Abfahrt wurde mir richtig kalt“, sagte Tagessieger Igor Arrieta nach dem Rennen mit klappernden Zähnen. „Ich war völlig leer auf den letzten Kilometern, aber ich wusste, Eulálio geht es genauso. Wir hätten beide den Sieg verdient“, so Arrieta. Nachdem das Spitzenduo nacheinander in der letzten Abfahrt stürzte, erreichten sie dennoch gemeinsam das 3-Kilometer-Banner. Doch dann verpasste Arrieta eine Kurve, musste umkehren und lag ein paar Sekunden zurück. „Ich dachte: Oh, Nein! Aber ich hab einfach weitergemacht und gesehen: Er kann auch nicht schneller als ich.“
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— Giro d'Italia (@giroditalia) May 13, 2026
Afonso Eulálio musste lachen, als er auf den Sprint um den Tagessieg angesprochen wurde. „Das war kein Sprint. Wir waren beide komplett leer, haben einfach nur gekämpft. Das war bestimmt der langsamste Sprint den es je gab“, so Eulálio.
Und tatsächlich wirkte es wie das passende Ende eines dramatischen Finales, dass Arrieta den Tagessieg holte und Eulálio über das Rosa Trikot jubeln konnte. Nacheinander stürzten beide in der Abfahrt, so nahm das Rennen mehrfach eine Wendung. Doch beide stemmten sich gegen die Widerstände. „Nach dem Sturz habe ich geschaut, gesehen, dass nichts Schlimmes passiert ist. Also weiter und versuchen, für den Sieg zu kämpfen. Das Rennen ist erst am Zielstrich zu Ende“, schilderte Arrieta nach dem Rennen die Situation nach seinem Sturz. Dann fuhr er falsch und kam dennoch zurück. „Dieser Sieg bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Arrieta fröstelnd und völlig fertig. Sein erster Sieg auf WorldTour-Level, bei einer Grand Tour – sehr hart erarbeitet und absolut verdient.