Stærk præstation

Jonas Vingegaard
(Foto: © Ivan Benedetto/SprintCyclingAgency©2026/© Cor Vos)

Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) ist seiner Favoritenrolle auf der ersten Bergankunft des Giro d’Italia eindrucksvoll gerecht geworden. Der 29-jährige Däne lancierte fünfeinhalb Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke aus der kleinen Spitzengruppe heraus und schüttelte nach einem weiteren Kilometer Giulio Pellizzari (Red Bull Bora-hansgrohe) als letzten Verfolger ab. Ein verdienter erster Etappensieg beim Giro für den Top-Favoriten, der sich trotz des Ausfalls von Wilco Keldermann jederzeit auf sein Team um Davide Piganzoli oder Sepp Kuss verlassen konnte – und kurz nach der Zielüberquerung auch wieder sein gewohntes Telefonat in die Heimat führen konnte. „Ich bin sehr glücklich“, erklärte der Tagesschnellste im späteren Siegerinterview, das er mit dem obligatorischen Dank ans Team verband. „Es war für uns ein guter Tag, da wir Zeit auf die Rivalen herausfahren konnten.“

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Ein famoser Felix Gall 

Felix Gall
(Foto: © Cor Vos)


Felix Gall zeigte bei der ersten Kletterpartie in Italien eine sehr gute Performance. Zwar musste er Jonas Vingeaard ziehen lassen, den zwischenzeitlich enteilten Pellizzari holte er jedoch kurz darauf ein. Auch den Rückstand auf Vingegaard konnte er im Schlussabschnitt schrittweise verringern. Am Ende verlor der Österreicher lediglich 13 Sekunden. „Ich bin sehr glücklich mit der ersten Bergetappe“, berichtete er nach dem Rennen im TV-Interview, „das gibt mir Selbstvertrauen“. Auch wenn er sich etwas darüber geärgert hätte, dass er nicht am Hinterrad von Vingegaard bleiben konnte. In dieser Form hat er seine Podiumsambitionen bekräftigt. 

Wenig verwunderlich, dass auch Vingegaard nach dem Rennen mehrfach zu Gall und dessen geringem Rückstand gefragt wurde. „Felix ist supergut, es ist nicht überraschend, dass er so nah ist“, sagte Vingegaard. „Er ist ein superstarker Fahrer, das haben wir heute wieder gesehen.“


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Ein paar Zeitverluste 

Wie erwartet hat die Blockhaus-Etappe einige Antworten auf die Frage geliefert, welche Fahrer für vordere Platzierungen in der Gesamtwertung in Frage kommen. Das Duo Jai Hindley / Giulio Pellizzari (Red Bull Bora-hansgrohe) zeigte auf den Plätzen 3 und 4 eine gute Leistung, verlor dabei über 1 Minute auf Tagessieger Vingegaard – kein Monsterrückstand, aber schon ein kleines Päckchen. Noch mehr Zeit büßte die Lidl-Trek-Doppelspitze Giulio Ciccone und Derek Gee-West ein, nämlich mehr als 1:40 Min. In weite Ferne gerückt ist das Podium für Egan Bernal (Ineos Grenadiers) und Enric Mas (Movistar): Der Kolumbianer verlor fast 3 Minuten, der Spanier sogar 5:47 Min. 

Einmal mehr gut aufgelegt war Mathys Rondel vom Tudor Pro Cycling Team: Der 22-jährige Franzose beendete die Etappe als Sechster. Sein Teamkollege Michael Storer wurde Neunter, ein paar Sekunden dahinter.


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Weiter in Rosa 

Afonso Eulálio
(Foto: © Cor Vos)


Die Geschichte des Trägers des Rosa Trikots hätte Schriftstellern wie Italo Calvino oder Dino Buzzati gewiss gefallen: Eulalio Afonso wird mit allen möglichen Gedanken zu diesem Giro aufgebrochen sein, dass er nach einer kuriosen Etappe das legendäre Leader-Trikot tragen kann, wird er sich höchstwahrscheinlich nicht ausgemalt haben.

Sein Vorsprung auf die großen Favoriten betrug vor der ersten Bergetappe mehr als 6 Minuten – und obwohl keiner der Ausreißer eine Gefahr für das Rosa Trikot darstellte, übernahm Bahrain-Victorious für lange Zeit die Tempoarbeit im Feld. Der durchaus bergfeste Afonso hielt bis 5,6 km vor dem Ziel mit, bis er den Anschluss verlor. Er kämpfte wie ein Löwe, wurde am Ende 15. – und darf auch weiter in Rosa fahren, wenngleich der Vorsprung auf Vingegaard ziemlich geschmolzen ist. „Vor der Etappe habe ich gesagt, zwei bis drei Minuten, nun sind es drei geworden“, sagte der Mann in Rosa nach dem Rennen bezogen auf den Zeitverlust zu Vingegaard. 


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Der notorische Ausreißer muss das Bergtrikot abgeben

Diego Pablo Sevilla
(Foto: © Cor Vos)

Er hat es wieder getan – und das war auch zu erwarten. Diego Pablo Sevilla hat sich bei diesem Giro als Fluchtkilometersammler hervorgetan und war bei der 7. Etappe Teil der Ausreißergruppe. Sein Ziel war die Bergwertung in Roccaraso, bei der er 18 Punkte einheimste. Er musste das Bergtrikot am Ende des Tages zwar an Jonas Vingegaard abgeben, doch der hat nur einen Punkt Vorsprung.

Vingegaard, der das Zeitfahren sehr gern im eigenen Anzug bestreiten möchte, und nicht im Wertungstrikot-Anzug, wird sich in den kommenden Tagen wohl nicht sehr ins Zeug legen, das Bergtrikot zu verteidigen. Man sollte besser nicht darauf wetten, dass dies der letzte Fluchtversuch von Diego Pablo Sevilla bei dieser Italien-Rundfahrt war. Schon morgen gibt es wieder Zähler zu holen.


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Milan offensiv

Nach der großen Enttäuschung auf der gestrigen Etappe, bei der Jonathan Milan sturzgebremst nicht in das Finale eingreifen konnte, sendete das Sprint-Ass von Lidl-Trek heute ein kämpferisches Signal: Er initiierte die fünfköpfige Ausreißergruppe des Tages und sicherte sich als einziger Anwärter der Gruppe, der aufs Punktetrikot schielt, beim Zwischensprint in Venafro 12 Punkte. Der Vorsprung von Paul Magnier (Soudal QuickStep) in der Sonderwertung ist aber weiter komfortabel. Milan hat sich heute den Frust aus den Beinen gefahren – ob er dabei nicht zu viel Kraft investiert hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.


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Das Ergebnis der 7. Etappe und der Stand in der Gesamtwertung

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