Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) hat die 9. Etappe des 109. Giro d’Italia gewonnen. Der Däne folgte in der Schlusssteigung dem Angriff von Felix Gall (Decathlon CMA CGM), hängte diesen auf dem letzten Kilometer ab und siegte als Solist. Gall wurde Zweiter, Davide Piganzoli (Team Visma | Lease a Bike) folgte auf Rang drei.
Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious) konnte den Rückstand in Grenzen halten und geht in Rosa in den Ruhetag. Er liegt nun 2:24 Minuten vor Vingegaard. Gesamtdritter ist Gall mit 2:59 min Rückstand auf Eulálio.
Das Rennen: 184 Kilometer von Cervia nach Corno alle Scale. Leichte Anfahrt, schweres Finale!

(© RCS)
Was sonst so passierte:
Direkt nach dem Start begannen die Attacken. Davide Ballerini (XDS Astana), Lorenzo Milesi (Movistar) und Edward Planckaert (Alpecin – Premier Tech) lösten sich. Dahinter kehrte aber keine Ruhe ein. Planckaert wartete nach einigen Kilometern auf die Verfolgergruppe. Es lagen nach einigen Kilometern schließlich acht Fahrer vorn: Jonas Rickaert (Alpecin–Premier Tech), Martin Marcellusi (Bardiani–CSF Faizanè), Lorenzo Milesi, Einer Rubio (Movistar Team), Tim Naberman (Picnic PostNL), Mattia Bais (Polti VisitMalta), Sakarias Koller Løland (Uno-X Mobility) und Davide Ballerini (XDS Astana). Tarozzi und Hamilton versuchten noch aufzuschließen, brachen aber dann ab.
Im Feld machte auch das Team von Felix Gall die Tempoarbeit. Sie hielten die Ausreißer bei rund zweieinhalb Minuten. Etwas mehr als 70 Kilometer vor dem Ende versuchte Ciccone nach vorn zu springen. Ulissi und Aerts gingen mit. Das Trio schloss zur Spitze auf, das Feld aber hielt die Lücke klein.
In der ersten kategorisierten Steigung fiel die Gruppe auseinander, die Angriffe an der Spitze begannen. Etwas mehr als 11 Kilometer vor dem Ziel setzte Ciccone kurz vor dem Red Bull Km (dort war Rubio vorn) seinen Angriff und löste sich mit Rubio. Sie gingen mit fast zwei Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld in die Schlusssteigung. Sieben Kilometer vor dem Ende dann die nächste Attacke von Ciccone und er hängte auch Rubio ab.
Im Feld bekam Pellizzari bereits mehr als drei Kilometer vor dem Ende Probleme und musste das Feld der Favoriten ziehen lassen. Gall setzte seine Attacke und nur Vingegaard konnte folgen. Der Däne verweigerte die Tempoarbeit, setzte dann rund einen Kilometer vor dem Ende seinen Angriff und zog davon. Gall wurde Zweiter, Vingegaards Teamkollege Piganzoli Dritter. Pellizzari kassierte am Ende fast eineinhalb Minuten Rückstand.
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