Idealszenario

(Foto: © Cor Vos)
Jonas Vingegaard holte den Etappensieg, baute das Polster auf die direkte Konkurrenz um den Gesamtsieg weiter aus und verkürzte den Rückstand auf Rosa. Dabei musste sein Visma-Team nicht viel Kraft investieren. Ein nahezu idealer Tag für Vingegaard und sein Team.
Man profitierte von den Ambitionen der Konkurrenz. Das Decathlon-Team von Felix Gall kontrollierte die Fluchtgruppe, machte den ganzen Tag das Tempo. Nur am Ende musste Vingegaard selbst arbeiten. „Wir hatten nicht geplant, auf Etappensieg zu fahren“, sagte Davide Piganzoli im Ziel gegenüber Eurosport. Das bestätigte Vingegaard, verwies auf den ausgeschiedenen Teamkollegen Wilco Kelderman und freute sich neben seinem 50. Karrieresieg über den gewachsenen Vorsprung auf die Konkurrenz.
Wenn er an einen Punkt kommen sollte, wo der Vorsprung in der Gesamtwertung groß ist, könne man auch an die Tour de France denken, doch aktuell gehe es darum, von Tag zu Tag zu schauen. „Wir sind da, wo wir sein wollten“, sagte Vingegaard und stellte klar, dass es für das „Projekt Giro“ aber noch einiges an Anstrengung braucht, aber es wurde ebenso deutlich, wie zufrieden er mit dem Ergebnis dieser Etappe und dem Blick auf die Gesamtwertung ist. Dieser Tag hätte für Vingegaard kaum besser laufen können. Er kann beruhigt und zufrieden in den Ruhetag gehen, wird aller Voraussicht nach am Dienstag Rosa holen und dann bereits einen üppigen Vorsprung haben. Doch auch für ihn gilt es, gesund zu bleiben und wie er selbst stets betont: „den Fokus zu behalten“.