Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates – XRG) hat die 11. Etappe des 109. Giro d’Italia gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich im Zweiersprint gegen Enric Mas (Movistar) durch und holte seinen dritten Etappensieg bei diesem Giro. Den Sprint der Verfolger um Rang drei gewann Diego Ulissi (XDS Astana).

Es dauerte lange, ehe sich die Gruppe des Tages formierte. Eine kleine Gruppe von 16 Fahrern ging an der Spitze ins Schlussdrittel der Etappe und machte den Sieg unter sich aus. Narváez löste sich in der letzten Steigung gemeinsam mit Mas und sie blieben bis zum Ende vorn.

In der Gesamtwertung gab es an der Spitze keine Verschiebungen. Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious) bleibt in Rosa, führt weiter vor Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) und Thymen Arensman (Netcompany INEOS).

Das Rennen: 195 Kilometer von Porcari (Paper District) nach Chiavari. Zunächst flach, im Finale anspruchsvoll.

Profil 11. Etappe Giro 2026
(© RCS)

Was sonst so passierte:

Direkt nach dem Start begannen die Attacken. Recht schnell löste sich eine größere Gruppe. Tobias Bayer (Alpecin-Premier Tech), Cyril Barthe, Axel Huens, Johan Jacobs (Groupama-FDJ), Giulio Ciccone (Lidl-Trek), Jonas Rutsch (Lotto Intermarché), Iván García Cortina (Movistar Team), Alessandro Pinarello (NSN Cycling Team), Nickolas Zukowsky (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Koen Bouwman (Team Jayco AlUla), Chris Hamilton (Team Picnic PostNL), Luca Mozzato (Tudor Pro Cycling Team), Davide Ballerini, Matteo Malucelli und Christian Scaroni (XDS Astana Team). Die Gruppe löste sich einige Sekunden, behauptete sich dann tatsächlich einige Kilometer vorn, wurde aber doch wieder eingeholt.

Anschließend wurde weiter attackiert, es lösten sich Chris Harper (Pinarello Q36.5), Mattia Bais (Polti VisitMalta) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Edward Planckaert (Alpecin–PremierTech), Nico Denz, Aleksandr Vlasov (Red Bull–BORA–hansgrohe), Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Tim Naberman (Picnic PostNL), Ludovico Crescioli (Polti VisitMalta), Markus Hoelgaard (Uno-X Mobility), Alberto Bettiol und Diego Ulissi (XDS Astana) setzten nach.

Rund 100 Kilometer vor dem Ende machte sich Enric Mas im Feld auf nach vorn. Van Eetvelt ging mit. Es kehrte keine Ruhe ein und immer mehr Fahrer griffen an. Narvaez sprang ebenfalls nach vorn, das Astana-Team setzte mit mehreren Fahrern nach. Im Feld übernahm dann Bahrain Victorious die Tempoarbeit und brachte das Rennen unter Kontrolle. So lagen schließlich 17 Fahrer vorn, sie hatten an der ersten Bergwertung des Tages rund eineinhalb Minuten Vorsprung.

An der Spitze begannen in der nächsten Steigung die Attacken. Ulissi, Harper und Mas lösten sich, weitere Fahrer setzten nach und die Gruppe fiel auseinander, schloss sich dann wieder zusammen. Die ersten beiden Bergwartungen holte sich jeweils Mattia Bais.

Rund 40 Kilometer vor dem Ende stürzten Zana, Scaroni und Van Eetvelt in einer Abfahrt, sie fielen zurück. Vlasov hatte sich an der Spitze ein paar Meter gelöst, Narvaez und Stuyven gingen mit. Sie bildeten zu dritt die Spitze, wurden 31 Kilometer vor dem Ende aber von Harper, Ulissi, Crescioli, Barguil und Mas wieder eingeholt. Bergauf verlor Stuyven vorn den Anschluss, auch Barguil fiel zurück.

In die letzte Steigung des Tages gingen Mas, Harper, Vlasov, Ulissi, Crescioli und Narvaez mit rund drei Minuten Vorsprung aufs Feld. Scaroni und Barguil lagen etwa 20 Sekunden hinter der Spitze.

Mas griff an, Narvaez folgte. Sie lösten sich zu zweit, blieben bis zum Ende vorn.

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