
Nach dem Zeitfahren am Dienstag geht es nun mit einer welligen Etappe weiter – eine gute Chance für Ausreißer. Die 11. Etappe führt von Porcari in der Nähe von Lucca nach Chiavari. 195 Kilometer lang, zunächst flach, aber im Finale geht es reichlich auf und ab. So sammeln die Fahrer mehr als 2800 Höhenmeter – rund 2000 davon auf den letzten 90 Kilometern.
Viele Fahrer haben sich im Zeitfahren geschont, nach dem Ruhetag am Montag auch am Dienstag einen halben Ruhetag eingelegt. Die Chancen für Rouleure und bergfeste Ausreißer stehen am Mittwoch sehr gut – die Etappe ist zu schwer für die Sprinter und die Klassementfahrer konzentrieren sich auf ihren Kampf um Rosa. Der flache Beginn ermöglicht die Chance, einen größeren Vorsprung vor dem Finale herauszufahren – das wird möglicherweise auch nötig sein, wenn es im Feld der Favoriten auf den Gesamtsieg zur Sache geht.
Für die Klassementfahrer ist dies keine ungefährliche Etappe. Die Anstiege sind durchaus steil, auch die Abfahrten haben es in sich! Nach dem Zeitfahren ist die Situation in der Gesamtwertung klar, ab jetzt machen die Fahrer im direkten Kampf die Positionen untereinander aus. Diese 11. Etappe hat ein kniffliges Finale, mit schmalen Straßen und steilen Abfahrten – wer hier einmal ins Hintertreffen gerät, kann sehr schnell richtig Zeit verlieren. Andererseits bietet das Terrain auch die Chance auf einen Angriff!
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Die Strecke der 11. Etappe des Giro 2026

Es geht weiter gen Norden, entlang der Küste. Nach dem Start im Papier Distrikt geht es durch Lucca und dann in Richtung Küste. Dort angekommen geht es gen Norden, nach La Spezia. Dort angekommen haben die Fahrer bereits mehr als 100 Kilometer in den Beinen. Danach wird es ansoruchsvoll.
Die Helikopter werden tolle Bilder der Cinque Terre zeigen. Die 5 Nachbargemeinden an der schroffen italienischen Riviera sind berühmte touristische Highlights. Die Fahrer jedoch bekommen von den malerischen Küstenörtchen nichts zu sehen, sie fahren auf und ab, ein paar Meter entfernt von der Küste. Es geht anschließend nach Levanto und dort beginnt das Finale der Etappe. Aus Levante raus geht es lange bergan – rund neun Kilometer mit mehr als sechs Prozent. Es geht nach der Bergwertung wellig weiter, ehe die Abfahrt beginnt.

Hinab geht es nach Setri Levante und man könnte auf direktem Wege ins Ziel rollen – doch die Streckenplaner haben sich für diese Etappe ein spannendes Finale überlegt. Zwei kurze Anstiege, mit steilen Passagen – und jeweils auch knifflige Abfahrten müssen gemeistert werden. Auch im Zielort geht es nochmals auf und ab.
Schmale Straße, enge Kurven – die letzten 30 Kilometer laden zur Attacke ein!

Bergwertungen:
km 115.9 – Passo del Termine – m 548 (3ª cat.)
km 135.7 – Colle di Guaitarola – m 619 (2ª cat.)
km 167.1 – Colla dei Scioli – m 406 (3ª cat.)
Sprintwertungen:
Red Bull km km 182.4
Intermediate Sprint km 68 – Luni
Die Favoriten
Geht man davon aus, dass Ausreißer eine gute Chance auf Erfolg haben, kann man mit einem harten Kampf um die Gruppe rechnen. Einige Teams spielen in der Gesamtwertung keine Rolle mehr, können sich auf Ausreißversuche konzentrieren – so beispielsweise das UAE-Team – das schon sehr erfolgreich war. Für dieses Terrain haben sie gleich mehrere starke Fahrer – vor allem natürlich Jan Christen und seinen Teamkollegen Jhonatan Narvaez. Fahrer wie Giulio Ciccone oder Christian Scaroni haben auf diesem Terrain ebenfalls beste Chancen auf einen Tagessieg. Leknessund, Garofoli, Sobrero, Romo … man könnte weitere Namen der Liste der aussichtsreichen Kandidaten auf eine erfolgreiche Flucht hinzufügen.
Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob nicht ein GC-Team einen Angriff starten möchte. Das Finale ist knifflig, gerade nicht so gute Abfahrer können hier schnell Probleme bekommen. Zudem mussten die Klassementfahrer im Zeitfahren ans Limit, das kann nachwirken. Das Finale ist schwer genug, etwas zu probieren. Doch die lange Anfahrt bis zum Finale sollte Ausreißern ausreichend Vorsprung bringen, damit sie sich vor dem Feld der Klassementfahrer halten können.
***** Christen
**** Scaroni, Ciccone, Romo
*** Narvaez, Garofoli, Leknessund
** Silva, Valgren, Sheffield, Bettiol,
* Arrieta, Ulissi, Zana, Sobrero, Pinarello, Aleotti
Start: 12:20 Uhr
Ziel: ~17 Uhr


