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Übersicht und Stärke

Mas voraus, Narvaez am Rad
(Foto: © Cor Vos)

Es war eine spektakuläre Etappe, mit langem Kampf um die Gruppe des Tages, ständig wechselnder Rennsituation. „Drei mal haben wir die Gruppe verpasst. Das Team hat alles gegeben, um mich doch nach vorn zu bringen“, sagte der Tagessieger nach dem Rennen. Es stimmt, in den ersten großen Gruppen war Narvaez nicht dabei, auch in der zweiten nicht. Erst im anspruchsvollen Teil der Etappe sprang Narvaez dann zur Spitze – auf den letzten Dürcker.

Doch so schwierig es zunächst lief, so souverän spulte er das Finale ab. Auch als an der Spitze immer wieder angegriffen wurde, die große Gruppe zerfiel, verlor Narvaez nie den Überblick. In den Momenten, wo er selbst die Lücken schließen musste, tat er es. Beispielsweise als Ulissi antrat. Aber auch zuvor, als Chris Harper mal in die Offensive ging. Narvaez schien stets im Bilde, hatte aber auch die nötige Stärke, in taktisch kniffligen Situationen nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Es war ein sehr beeindruckender Auftritt, ein vorbildliches Rennen. Ohne groß selbst in die Offensive gehen zu müssen, oder risikoreich agieren zu müssen, brachte sich Narvaez in eine herausragende Position. Dass er am Ende im Sprint gegen Mas siegen würde, war zu erwarten. Die Vorarbeit dafür erledigte er mit Bravour. Klar, Narvaez konnte mit drei Etappensiegen im Gepäck im Rennen ohne Druck agieren, das hilft ganz sicher. Dazu hat er eine herausragende Form und bringt neben seiner Explosivität auch die nötige Bergfestigkeit mit – doch bei all den guten Voraussetzungen, das hat Narvaez taktisch hervorragend gemacht!


Die Nachbesprechung wird präsentiert von: Schaltauge24.de

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