Kein Testballon?
Das Rennen war ab Beginn extrem hart! Es dauerte ewig, ehe eine Gruppe ging. Das Finale der Etappe ein Auf & Ab – enge Straßen, knifflige Abfahrten, kurze Anstiege. Doch die Gruppe der Klassementfahrer rollte im großen Pulk gemeinsam über die Linie. Einen Tag nach dem langen Einzelzeitfahren hätte man erwarten können, dass eine Mannschaft vielleicht mal einen Testballon startet. Flott über einen Anstieg, schnell in die Abfahrt. Doch das passierte nicht. Oder nicht so, dass es ein großes Thema für Fahrer und TV-Mopeds war. Alle GC-Fahrer seien zufrieden gewesen, als die Gruppe endlich stand, erklärte Jonas Vingegaard.
Blättert man im Roadbook ein paar Tage nach vorn, erblickt man reichlich Etappen, bei denen starke Bergfahrer ideales Terrain für Angriffe auf Rosa vorfinden. Es bestand also kein Druck, dieses Finale zu nutzen. Ein Angriff bergab birgt immer auch ein Risiko, doch in Finales wie das vom Mittwoch hätte man die schlechteren Abfahrer durchaus mal testen können.
So passierte im Feld der Podiums-Favoriten nichts. Spätestens am Samstag wird es zur Sachen gehen – dann steht die Bergankunft in Pila an. Bis dahin könnte vielleicht auch Afonso Eulálio sein Rosa Trikot verteidigen. Sechs Etappen hat er genossen, ganz sicher hat er gegen ein paar weitere in Rosa nichts einzuwenden.
