
Bevor am Samstag die Klassementfahrer und Kletterer zum Zug kommen, haben am Freitag die Rouleure und Baroudeure ihre Chance auf den Tagessieg. Die 13. Etappe dieses Giro d’Italia 2026 ist 189 Kilometer lang, führt von Alessandria nach Verbania. Nur rund 1250 Höhenmeter sind zu absolvieren – doch das Finale mit den zwei Anstiegen ist für die Sprinter wohl zu anspruchsvoll. So werden die Sprinterteams nicht den ganzen Tag ihre Kräfte investieren, um Ausreißern nachzujagen. Die Klassemenetfahrer und ihre Mannschaften schauen auf den Samstag, wollen am Freitag nur möglichst stressfrei und ohne Zeitverlust durchkommen.
Das sind ideale Voraussetzungen für Ausreißer, die hier ihre große Chance auf den Tagessieg sehen. Je größer die Chancen für Ausreißer, je mehr Fahrer wollen in der Gruppe des Tages dabei sein. So darf man wohl erneut einen harten Kampf zu Beginn der Etappe um die Gruppe des Tages erwarten. Dass im Finale auch im Feld angegriffen wird, ist nicht ausgeschlossen, aber nicht unbedingt zu erwarten. Am Samstag hingegen wird es dann im Kampf um Rosa richtig zur Sache gehen.
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Die Strecke der 13. Etappe

Es geht von Alessandria gen Norden. Zunächst flach, ohne echte Steigungen. Rund 50 Kilometer vor dem Ende ist das Ufer des Lage Maggiore in Arona erreicht. Dann geht es zunächst einige Kilometer flach entlang des Ufers, aber im Finale dann weg vom Ufer und über zwei Steigungen.

Beides keine krassen Steigungen, aber eben doch zwei kurze, knackige Hügel ohne lange Abfahrt dazwischen.
Das Finale ist nicht sehr kompliziert. Es geht hinab ins Zentrum von Verbania und auch wenn es einige Kurven im Finale gibt, ist es nicht sehr anspruchsvoll. Die letzte Kurve wird rund einen Kilometer vor dem Ende gemeistert, kurz vor dem Ziel geht es noch leicht links weg.

Die Favoriten
Das halbe Feld wird einen Blick auf diese Etappe geworfen haben. Mit den zwei Anstiegen im Finale sind es die Punchuere und Spezialisten für hügelige Klassiker, die zu den Favoriten zählen. Jhonatan Narvaez muss man natürlich auf der Rechnung haben, seinen Teamkollegen Jan Christen ebenso. Auch Giulio Ciccone liegt dieses Terrain und an Motivation fehlt es dem Italiener ohnehin nicht. Doch die Konkurrenz wird ihnen entgegensetzen, was sie zu bieten haben.
Filippo Ganna ist eine Tretmaschine und durchaus endschnell – ihn muss man erstmal abhängen, bzw. sich von ihm nicht abhängen lassen! Ganna ist im Zielort Verbania geboren – in Sachen Motivation gibt es im gesamten Giro-Feld heute wohl keine Konkurrenz für den Zeitfahrsieger.
Das Astana-Team hat einige starke Fahrer für solch Etappen dabei – auch Diego Ulissi beispielsweise. Die UnoX-Mannschaft hat immer ein Interesse an personeller Überzahl in Fluchtgruppen und bei Lotto ist mit vier verbliebenen Fahrern ohnehin Attacke angesagt. So kann man fast alle Mannschaften durchgehen und findet Fahrer, die hier durchaus eine Chance sehen können.
***** Ciccone
**** Ganna, Christen
*** Narvaez, Ulissi
** Bettiol, Scaroni, Vlasov
* Milesi, Silva, Sobrero, Valgren, Raccagni, Garofoli,
Start: 12:40 Uhr
Ziel: ~17 Uhr


