Alberto Bettiol (Foto: Luca Bettini/SCA /© Cor Vos 2026)

Alberto Bettiol (XDS Astana Team) hat als Solist die 13. Etappe des Giro d’Italia gewonnen – Zweiter wurde mit einem Abstand von 26 Sekunden Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Den Sprint um den dritten Platz gewann Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) vor Michael Valgren (EF Education-EasyPost). Sie alle gehörten zur 15-köpfigen Ausreißergruppe des Tages, die im hügeligen Finale des Rennens auseinandergefallen war. Der ehemalige Sieger der Flandern-Rundfahrt hatte kurz vor der Bergwertung am Ungiasca attackiert und Leknessund stehen lassen. 

Das Hauptfeld mit Afonso Eulalio (Bahrain-Victorious) und Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) erreichte das Ziel mit einem großen Rückstand. In den Sonderwertungen gab es an der Spitze keine Veränderungen. Eulalio trägt auch morgen das Rosa Trikot, während Vingegaard die Führung der Bergwertung inne hat. In der Punktewertung rangiert Paul Magnier (Soudal Quick-Step) weiter vor Jhonatan Narvaez (UAE Emirates XRG).


Die Etappe: 189 km von Alessandria nach Verbania

Profil 13. Etappe Giro 2026
(© RCS)

Das 13. Teilstück dieses Giro d’Italia führte über 189 Kilometer von Alessandria nach Verbania und sprach mit zwei knackigen Anstiegen im Finale Puncheure und Spezialisten für hügelige Klassiker an.

Was sonst so passierte: 

Wie erwartet gab es direkt nach dem Start etliche Versuche der Teams, ihre Fahrer in die Ausreißergruppe des Tages zu bekommen. Erfolgreich absetzen konnten sich zunächst Michael Valgren (EF Education-EasyPost), Johan Jacobs (Groupama-FDJ United), Mark Donovan (Pinarello Q36.5), Diego Pablo Sevilla (Polti VisitMalta), Larry Warbasse (Tudor) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Vicente Rojas (Bardiani CSF 7 Saber) fiel wegen eines Defektes zurück in eine zweite Gruppe, die sich vom Feld gelöst hatte und leistete dort Francesco Busatto (Alpecin-Premier Tech), Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Mirco Maestri (Team Polti-VisitMalta), Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates-XRG) und Alberto Bettiol (XDS Astana Team) Gesellschaft. 147 km vor dem Ziel fanden die beiden Gruppen zusammen – dahinter bemühten sich noch vier Fahrer – Axel Huens (Groupama-FDJ United), Toon Aerts (Lotto Intermarche), Markus Hoelgaard (Uno-X Mobility), Josh Kench (Groupama-FDJ United) – um den Anschluss, während es das Feld gemächlicher angehen ließ.

Als auch dieses Quartett vorne aufschloss, wuchs der Vorsprung der Fluchtgruppe rasch an – in der Spitze betrug er über 12 Minuten. Früh stand fest, dass der Tagessieger aus der Ausreißergruppe kommen wird. Beim Zwischensprint in Stresa sicherte sich Sevilla 12 Punkte und konnte damit den Rückstand in dieser Sonderwertung auf den führenden Manuele Tarozzi verkürzen. Sevilla holte sich auch die erste Bergwertung. Die Vorentscheidung um den Tagessieg sollte im zweiten kategorisierten Anstieg fallen: Die Spitzengruppe zerfiel nach mehreren Attacken. Nachdem sich zunächst Leknessund absetzen konnte, übernahm Bettiol kurz vor der Bergwertung am Ungiasca die Führung und behauptete dank seiner Zeitfahrqualitäten den Vorsprung bei der folgenden Abfahrt ins Ziel. 

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