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Einfluss der Motorräder?

Max Walscheid
(Foto: Tommaso Pelagalli/SCA /© Cor Vos )

Zu Beginn lief das Rennen wie erwartet. Eine kleine Fluchtgruppe, und das Feld gönnte dem Quartett nur rund drei Minuten. Doch im Finale mühte sich das Feld, kam aber nur nach und nach näher. Auf dem Stadtkurs in Mailand mit einigen Kurven ist ein Feld nicht so sehr im Vorteil. Max Walscheid vom Lidl-Trek-Team machte die Motorräder im Rennen als Grund für den Ausreißersieg aus. „Der heutige Tag war eine Chance, auf die wir uns wirklich gefreut hatten – und es tut mir leid, aber die Motorräder haben sie uns genommen. Es ist unfassbar“, sagte Walscheid im Ziel gegenüber Eurosport.

„Ich weiß, wozu ich fähig bin“, sagte er. „Ich weiß, welche Leistungen die anderen Jungs gefahren sind, und ich sehe die Werte auf meinem Display. Ich weiß, wie sehr ich mich in einem flachen Zeitfahren verausgaben kann. Wir haben es hier gesehen: Es ist schlichtweg unmöglich, vorne wegzufahren und durchzukommen. Es tut mir leid“, nahm Walscheid seine Leistung als Beleg dafür, dass die Spitze von Motorrädern profitiert haben muss.

Immer wieder ist der Einfluss von Begleitmotorrädern ein Thema bei den Rennen. Das bestätigte auch der Tagessieger. „Das ist immer ein Thema. Wenn es nicht zum eigenen Vorteil ist, wird sich darüber beschwert“, sagte Dversnes und machte damit einen Punkt. „Ich würde sagen, wir waren vier Mopeds in der Gruppe“, sagte Dversnes um die starke Leistung der vier Ausreißer hervorzuheben.

Sowohl vor der Spitzengruppe, als auch vor dem Feld waren Motorräder unterwegs. Auch im Feld winkten Fahrer die Motorräder weg, damit diese nicht dem Feld zu stark helfen. Wie groß der Einfluss für welche Gruppe war, lässt sich schwer einschätzen.

Was zur Einschätzung Walscheids beigetragen haben könnte ist, dass die Abstände im TV oft zu knapp angegeben wurden. Gegen Ende der vorletzten Runde wurden beispielsweise 38 Sekunden Abstand angezeigt – gestoppt anhand der TV-Bilder waren es 58 Sekunden. Je nach Umschalten der Kameras kann eine Verzögerung auftreten, zwischen zwei mobilen Kameras ist diese meist gering. Am Zielstrich der vorletzten Runde wurden 57 Sekunden gemessen – das ist die Zeit für die Gesamtwertung.

Ein Einfluss der Motorräder ist in jedem Fall negativ für ein faires Rennen. In den vergangenen Jahren wurde dieses Thema immer wieder von den Fahrern angesprochen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.


Die Nachbesprechung wird präsentiert von: Schaltauge24.de

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