
Demi Vollering (FDJ United Suez) hat die schwere 5. Etappe des Giro d’Italia Women gewonnen. Im Sprint der vierköpfigen Spitzengruppe setzte sie sich gegen Anna van der Breggen (SD Worx – Protime) und Antonia Niedermaier (Canyon/SRAM) durch. Isabella Holmgren (Lidl-Trek) wurde Vierte.
Anna van der Breggen bleibt im Rosa Trikot, dahinter folgen jetzt Demi Vollering und Antonia Niedermaier, nachdem Marlen Reusser (Movistar) heute Zeit einbüßte.
Die 5. Etappe: eine 146 km lange Bergetappe von Longarone nach Sante Stefano di Cadore, auf der 3400 Höhenmeter zu absolvieren waren

Was sonst so passierte:
In der ersten Rennphase konnte sich eine 22-köpfige Spitzengruppe absetzen – u. a. mit Marion Bunel, Cecilie Uttrup, Kristen Faulkner und Eleonora Gasparrini. Im Gesamtklassement am besten platziert war Lauren Dickson, die als Sechste nur 1:38 Min.hinter Anna van der Breggen rangiert.
Der Vorsprung der Gruppe auf das Feld betrug im Anstieg zum Passo Tre Croci teilweise mehr als 4 Minuten. Caroline Andersson holte sich die erste Bergwertung des Tages. Auf der Abfahrt sank der Vorsprung jedoch – 60 km vor dem Ziel lag er noch bei 1:40 Min. Im Anstieg zum Passo di Sant’Antonio zerfiel die Spitzengruppe, im Feld der GC-Fahrerinnen gab es erste Attacken. Lauren Dickson gewann aus einer vierköpfigen Gruppe die Bergwertung.
41 km vor dem Ziel waren auch die letzten Ausreißerinnen gestellt. Die Bergwertung am Costa sicherte sich die offensiv fahrende Demi Vollering – Anna van der Breggen konnte sich ebenso an ihrer Seite behaupten wie Antonia Niedermaier. In der Abfahrt schlossen weitere Fahrerinnen auf, bei der zweiten Passage hoch zum Costa konnten sich Vollering, van der Breggen, Niedermaier und Holmgren jedoch erneut absetzen – die meisten Punkte an der Kuppe gingen an die Trägerin des Rosa Trikot. Das Quartett ging zusammen in die Abfahrt auf die finalen 15 Kilometer und machte den Sieg unter sich aus. Wie erwartet setzte sich dabei Demi Vollering durch.
Erkenntnisse des Tages:
- Ein sehr starker Auftritt von Demi Vollering, die ihren ersten Sieg bei einer Italien-Rundfahrt feiern konnte – in dieser Saison ist es bereits ihr siebter! Man darf gespannt sein, wie sehr sie Anna van der Breggen beim Giro noch unter Druck setzen kann. Ihre niederländische Landsfrau zeigte auf der schweren Bergetappe keine Schwächen und verteidigte das Rosa Trikot souverän.
- Antonia Niedermaier präsentiert sich weiter in hervorragender Form. Lohn eines starken Auftritts als Tagesdritte ist der Sprung aufs Podium der Gesamtwertung. Congratulazioni!
- Elisa Longo Borghini fiel heute in den Anstiegen immer wieder etwas zurück, zeigte ein großes Kämpferherz und büßte am Ende „nur“ 15 Sek. ein. Ein weiterer kleiner Rückschlag für die Mission „Titelverteidigung“. Die Italienerin machte in der Gesamtwertung immerhin zwei Plätze gut und ist nun Sechste.
- Marlen Reusser konnte in den finalen Anstiegen nicht mit den Besten mithalten und verlor am Ende 53 Sekunden auf die Tagessiegerin. Damit konnte sie ihren Platz auf dem Podium nicht halten und ist aktuell Fünfte.
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