
Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) hat die 5. Etappe der Tour Auvergne – Rhône-Alpes gewonnen. Im Massensprint setzte sich der Belgier vor Hugo Hofstetter (NSN Cycling) und Phil Bauhaus (Bahrain – Victorious) durch.
In der Gesamtwertung führt weiter Alex Baudin (EF Education – EasyPost) vor Kévin Vauquelin (Netcompany INEOS) und Oscar Onley (Netcompany INEOS).
Die Etappe: 196 Kilometer von Saint-Chamond nach Parc des Oiseaux Villars-les-Dombes. Zunächst wellig, dann flach – eine Chance für die endschnellen Männer.
Was sonst so passierte:
Ivan Romeo und Jefferson Cepeda vom Movistar-Team traten die Etappe nicht an, laut Team sind sie erkältet. Auch Matej Mohorič (Bahrain – Victorious) fühlte sich unwohl und startete nicht. Nach dem Start löste sich eine Ausreißergruppe mit Pepijn Reinderink (Soudal Quick-Step), Thibault Guernalec (Total Energies), Julen Arriola-Bengoa (Caja Rural-Seguros RGA), Felix Engelhardt (Jayco AlUla), Hugo Houle (Alpecin-Premier Tech), Robbe Dhondt (Picnic PostNL).
Das Feld kontrollierte den Rückstand. Neben Team Visma | Lease a Bike und Cofidis beteiligte sich auch Bahrain-Victorious an der Nachführarbeit. Rechtzeitig reduzierte man den Rückstand und etwas mehr als 10 Kilometer vor dem Ende waren die Ausreißer eingeholt und das Feld geschlossen. Im Sprint setzte sich Van Aert am Ende deutlich durch.
Die Erkenntnisse des Tages:
- Der zweite Saisonsieg für Wout van Aert auf der Straße – klammert man den Erfolg im Teamzeitfahren aus. Nach seinem eher mäßigen Beginn im Rennen kam mit Blick auf die Tour die Frage nach seiner Form auf. Nun holt sich Van Aert souverän den Etappensieg. Vielleicht auch an Zeichen an die Zweifler.
- Bilsnag jubelten jeweils Ausreißer – diese 5. Etappe war bei den anstehenden Bergetappen wohl die letzte Chance für einen Sprint. Diesmal überließen die Sprintermannschaften nichts dem Zufall, kontrollierten das Rennen und holten die Ausreißer rechtzeitig ein.
- Hugo Hoftetter wurde hinter Van Aert Zweiter. Er wartet nun inzwischen seit mehr als vier Jahren auf einen Sieg – siegte zuletzt 2022 bei Tro-Bro Léon. Podestplätze fuhr er seit dem schon mehrfach ein – bei Le Samyn stand er mehrfach auf dem Podium, ebenso in Kuurne. Ganz viel hat auf dieser Etappe am Ende nicht gefehlt, er verteidigte zunächst vehement die Position am Hinterrad von van Aert – die verlor er dann aber kurz vor dem Sprint an Phil Bauhaus. Knapp war es auch so.
- Die zweite Podiums-Platzierung für Phil Bauhaus in diesem Jahr. Es scheint, als kommt er nach durchwachsenemn Frühjahr nun besser in Schwung.
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