Mit Conti-Lizenz, internationalem Kader und großen Ambitionen ist das Team Storck-MRW Bau in die Saison 2026 gestartet. Radhersteller Storck war bereits einige Jahre aktiv, das schwäbische Bauunternehmen MRW Bau ist neu im Radsport. Mit viel Begeisterung und großen Zielen brachte MRW Bau Schwung in das Projekt. Treibende Kraft hinter dem Radsport-Engagement ist Julian Rammler – ein Mann mit reichlich Radsport-Erfahrung. „Auch wenn ich einige Jahre wenig Berührung mit dem Sport hatte, die Liebe zum Radsport ist noch immer da“, sagt Rammler.

Das neue Team wurde neu aufgesetzt. „Im ersten Schritt haben wir die neue Infrastruktur aufgesetzt. Zum Teil konnten wir auf dem aufbauen, was durch das Storck-Engagement bereits vorhanden war. Viele Sachen haben wir komplett neu aufgestellt“, erklärt Rammler.
Ein ambitioniertes Projekt, das den Blick nicht auf regionalen Sport beschränkt.
„Für uns war klar, dass wir eine Basis schaffen wollen, um uns langfristig zu entwickeln. Von Beginn an ging unser Blick über Deutschland hinaus, was die Rennen, aber auch die Fahrer betrifft. Das ist für eine nachhaltige Entwicklung nötig, gerade was die Rennen betrifft. Unser Fokus liegt aber natürlich auch auf dem deutschen Markt, der ist für die Sponsoren von großem Interesse.“
„Die Basis für eine gute Entwicklung ist die Struktur, nur mit guten Rahmenbedingungen kann sie etwas entwickeln“

Kaderstruktur
Investiert wurde in Personal, Struktur, Material und natürlich sportliche Qualität. „Die Basis für eine gute Entwicklung ist die Struktur, nur mit guten Rahmenbedingungen kann sie etwas entwickeln. Dabei geht es nicht nur darum, gute Partner für den Nutrition-Bereich zu finden und ein gut funktionierendes Trainerteam aufzubauen. Wir haben einen Teambus auf Profi-Level gekauft und diesen nach unseren Bedürfnissen umgebaut“, so Rammler. Der erfahrene Belgier Olivier Kaisen wurde als Sportlicher Leiter verpflichtet und vor allem wurde auch in die Betreuung der Athleten investiert.
Der Fokus im ersten Jahr war auf einen konkurrenzfähigen und breiten Kader gerichtet, das Wichtigste jedoch war die langfristige Perspektive. „Wir wollten von Beginn an konkurrenzfähig sein und haben uns mit einem Plan an das Scouting gemacht. Wir haben ein erfahrenes Scouting-Team und früh eine klare Vorstellung von der gewünschten Struktur gehabt. Einfach ist das bei neuen Projekten natürlich nicht, aber es ist uns sehr gut gelungen, einen Kader zusammenzustellen.“

Rennplan & Siege
Wichtig für die Entwicklung des Teams ist die funktionierende Struktur und ein gutes Rennprogramm. Wichtige Rennen im Frühjahr, beispielsweise Circuit des Ardennes im April mit starker, internationaler Konkurrenz. Ein vollgepackter Mai, eine Mischung aus Eintages- und Etappenrennen. „Unser Rennprogramm passt sehr gut zu unserem Team. Wir haben die Chance, uns zu messen, aber auch Gelegenheit Erfolge einzufahren. Die Asturien-Rundfahrt war von Beginn an eines unserer Ziele und Edgar (David Cadena) konnte dort zwei Siege feiern. Das hat dem ganzen Team einen Schub gegeben und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Rammler.

Im Juni ging es zur Tour de Wallonie – ein Rennen der Pro-Kategorie. Nicht immer gelingt es, sich gegen die großen Mannschaften durchzusetzen.
„Wir treffen bei vielen Rennen auf starke Konkurrenz, das ist nicht nur bei der Tour de Wallonie so. Uns ist bewusst, wo wir im Vergleich zu den Top-Profi-Mannschaften stehen, verfolgen einen langfristigen Plan und wollen als Team wachsen. Da braucht es schwere Rennen und starke Konkurrenz“, so Rammler.
Zwei Siege, der Gewinn der Punktwertung bei der Asturen-Rundfahrt und insgesamt rund 20 Top10-Resultate hat die Mannschaft bereits eingefahren. „Das ist wirklich ein sehr guter Start in unsere erste Saison. Aber wir schauen nicht nur auf die Ergebnisse, achten vor allem auf die Entwicklung der Mannschaft. Da muss ich sagen, bin ich sehr zufrieden“, so Rammler.
Im Juli steht die 4-Ländermeisterschaft der U23 an, geht es auch zur Tour of Austria. Dann gilt es, den Rückenwind aus der sehr guten ersten Saisonhälfte mitzunehmen.
Rennkalender und Infos: storck-mrwbau.de

Der Artikel ist mit Unterstützung des Teams Team Storck MRW Bau entstanden. Auch die Fotos hat uns das Team zur Verfügung gestellt.


