
Felix Engelhardt (Team Jayco AlUla) ist neuer Deutscher Meister im Straßenrennen. Der 25-Jährige setzte sich nach 191 Rennkilometern in Bad Liebenstein im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling) durch. Bronze holte Nico Denz (Red Bull-Bora-hansgrohe). Nils Politt (UAE Team Emirates – XRG) wurde Vierter, Georg Zimmermann (Lotto Intermarché) landete auf Rang fünf.
Sieben Runden waren insgesamt zu absolvieren. In der Anfangsphase löste sich eine kleine Ausreißergruppe um Pepe Albrecht, Ian Kings, Max Walscheid, Miguel Heidemann und weitere Fahrer. Doch schon in der zweiten Runde wurde im Feld aufs Tempo gedrückt. Maximilian Schachmann griff über die Bergwertung an. Die frühen Ausreißer waren schnell eingeholt und das Feld dünnte sich stark aus.
Dann formierte sich eine stark besetzte Gruppe um Schachmann, Nils Politt, Jonas Rapp, Heidemann, Marco Brenner, Tim Torn Teutenberg und Bastian Dietl. Im Feld dahinter machte das Red-Bull-Team das Tempo. Schnell fuhr die Gruppe rund eine Minute voraus.
Etwas weniger als 80 Kilometer vor dem Ende dünnte sich die Spitze weiter aus. Im Feld machte weiter Red Bull-Bora-hansgrohe das Tempo. Kurz vor der Bergwertung in der drittletzten Runde war der Vorsprung der Spitze auf 30 Sekunden geschrumpft und Emil Herzog zog das Tempo an. Das Feld war inzwischen nur noch eine kleine Gruppe. Auf die letzten zwei Runden gingen Politt, Schachmann, Brenner und Teutenberg zu viert an der Spitze. Das dezimierte Feld lag 25 Sekunden dahinter.
In der Verfolgergruppe wurde angegriffen und Georg Zimmermann, Felix Engelhardt, Lennart Jasch, Lennard Kämna, Jermaine Zemke und Nico Denz sprangen nach vorn. In der langen Steigung zur Bergwertung löste sich Zemke an der Spitze. Kämna griff nach der Bergwertung an und löste sich, Zemke wurde eingeholt und konnte sich in der Verfolgergruppe festbeißen. Mit rund 30 Sekunden Vorsprung ging Kämna in die Schlussrunde, doch sein Vorsprung schmolz schnell zusammen.
22 Kilometer vor dem Ende war auch Kämna wieder eingeholt. Als es das letzte Mal die lange Steigung von Truseltal hinauf zur Bergwertung ging, lösten sich Engelhardt, Politt, Jasch, Zimmermann und Denz. Abwechselnd wurde attackiert, doch niemand konnte sich richtig absetzen. Engelhardt fiel zurück, Zimmermann, Denz, Jasch und Politt gingen zu viert in die Abfahrt. Engelhardt konnte noch einmal aufschließen und setzte sich dann im Sprint durch.

